TV-Einnahmen: Spanische Klubs drohen mit Streik

11. Februar 2015, 14:46
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Espanyol-Präsident Collet stellt der Regierung die Rute ins Fenster

Barcelona - Spanische Erstliga-Klubs drohen im Streit um die TV-Einnahmen mit Streik. "Wir sind bereit, die Meisterschaft zu unterbrechen, wenn das (Gesetz, Anm.) nicht in ein, zwei oder drei Wochen beschlossen wird", sagte Espanyol-Barcelona-Präsident Joan Collet am Mittwoch. Einige Vereine seien bereit, bis zum Äußersten zu gehen, sollte eine gerechtere Aufteilung der TV-Gelder nicht Realität werden.

Derzeit erhalten Real Madrid und der FC Barcelona gemeinsam knapp die Hälfte der jährlich 650 Millionen Euro, die durch die TV-Einnahmen der Primera Division lukriert werden. "Ich habe bereits mit Klubs wie Valencia gesprochen. Wir haben zwar noch ein Treffen, aber wir sind bereit, wenn die Regierung nichts unternimmt", erklärte Collet.

Die spanische Liga ist die einzige in Europa, in der jeder Klub selbst die TV-Verträge mit dem in Barcelona beheimateten Rechteinhaber Mediapro verhandeln kann. Deshalb bekommen einige Vereine pro Jahr nur rund 15 Millionen Euro aus Fernsehgeldern, während Real und Barcelona mehr als das Zehnfache kassieren. Collet bezeichnet diesen Umstand als "skandalös" und sieht die spanische Regierung in der Pflicht, diese Ungerechtigkeit per Gesetz zu beenden. (APA, Reuters, 11.2.2015)

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