Jeb Bush veröffentlichte Mails mit sensiblen Bürgerdaten

11. Februar 2015, 12:06
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Möglicher Anwärter auf US-Präsidentschaft wollte Kommunikation transparent machen

Jeb Bush wollte seine Kommunikation mit Wählern transparent machen. Doch damit hat er in die Privatsphäre zahlreicher Personen eingegriffen und möglicherweise sogar gegen das Gesetz verstoßen.

E-Mails veröffentlicht

Der republikanische Politiker und jüngere Bruder des Ex-Präsidenten George W. Bush könnte ins Rennen um die US-Präsidentschaftswahl 2016 einsteigen. Um zu zeigen, dass er mit offenen Karten spielt, hat er auf seiner Website tausende E-Mails aus seiner Zeit als Gouverneur von Florida veröffentlicht. Darin geht es teilweise um Beschwerden aus der Bevölkerung, um Bürokratie, in einigen Korrespondenzen verteidigt Bush das Konzept des Kreationismus.

Nicht erlaubt

Allerdings sind damit nicht nur die Inhalte der Mails zugänglich, sondern teilweise auch Adressen, Telefonnummern und Sozialversicherungsnummern der Absender. Wie "The Verge" berichtet, dürfen Sozialversicherungsnummern in Florida eigentlich nicht veröffentlicht werden. Offenbar hat sich Bush dafür aber bereits 2014 das Ok einer Behörde eingeholt. Ein Teil der Mails war bereits damals im Rahmen einer Anfrage des Florida Center for Investigative Reporting veröffentlicht worden.

Inzwischen hat das Team von Bush eingelenkt und versprochen, Mails mit sensiblen Informationen zu entfernen. Neben den Texten waren auch die .pst-Dateien für Outlook zum Download freigegeben. Diese wurden mittlerweile gelöscht. (red, derStandard.at, 11.2.2015)

  • Jeb Bush könnte für das höchste Amt in den USA kandidieren.
    foto: reuters/rebecca cook

    Jeb Bush könnte für das höchste Amt in den USA kandidieren.

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