A1 sieht Hofer-Mobilfunker "Hot" als Risiko

12. Februar 2015, 09:47
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Zwischen Ende 2013 und Ende 2014 hat der Mobilfunker mehr als 290.000 Kunden verloren

A1 verliert weiterhin scharenweise Mobilfunkkunden. Zwischen Ende 2013 und Ende 2014 verlor das Unternehmen in Österreich mehr als 101.000 Kunden, die mobiles Breitband nutzen, sowie mehr als 290.000 Mobilfunkkunden. Das geht aus den aktuellen Geschäftszahlen der Telekom Austria hervor, die im vergangenen Jahr einen Verlust in der Höhe von 185 Millionen Euro einfuhr.

Kunden stimmten mit den Füßen ab

Diese Abwanderung der Kunden wurde durch Tarif- und Preiserhöhungen und eine Reduktion der Stützungen für Handys bei Vertragsabschluss ausgelöst. Allerdings konnte A1 so den monatlichen Erlös pro Kunde im vierten Quartal 2014 von 15,7 auf 16,5 Euro steigern. Aktuell zählt A1 rund 5,42 Millionen Mobilfunkkunden.

Ametsreiter: Kundenzahl wird sich heuer einpendeln

Zum Kundenrückgang sagte Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter am Mittwoch vor Journalisten, dass sich die Kundenzahlen heuer einpendeln würden. Gleichzeitig rechnet er mit mehr Konkurrenz durch sogenannte MVNO, also Mobilfunkdiensteanbieter, die über kein eigenes Netz verfügen, wie etwa das Angebot "Hot" des Diskonters Hofer. Dieser wird ebenso wie andere virtuelle Mobilfunker im Telekom-Austria-Geschäftsbericht als "Risiko" für das Geschäft eingestuft.

Wie die Preisentwicklung sein werde, lasse es nicht prognostizieren, es werde wohl Preissenkungen genauso geben wie Verteuerungen, sagt Ametsreiter. Im Festnetz werde die Telekom heuer mit neuen Produktpaketen "überraschen".

Werbung für Yesss!

Derzeit versucht das Unternehmen mit einer Werbekampagne für seine Billigschiene Yesss! neue Kunden zu gewinnen. Damit will man vor allem "Hot" Paroli bieten. Dieser hat seit seinem Start am 2. Jänner mit seinen Kampftarifen Bewegung in den Markt gebracht. (Markus Sulzbacher, 12.2.2015)

  • Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter: Kundenzahlen werden sich einpendeln.
    foto: reuters

    Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter: Kundenzahlen werden sich einpendeln.

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