Konditorei Aida sucht Franchisenehmer

11. Februar 2015, 10:32
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Kette will im In- und Ausland mit Franchise expandieren, die Zahl der Filialen in Österreich soll verdoppelt werden

Wien - Die Wiener Konditoreikette Aida will 15 ihrer 31 Wiener Filialen an Franchisenehmer abgeben. "Wir konzentrieren uns auf die Expansion und vergeben daher auch bestehende Filialen in Wien", sagte Aida-Exekutivdirektor Dominik Prousek dem "Wirtschaftblatt" vom Mittwoch. Bis Ende nächsten Jahres will er das Projekt umsetzen. Die Franchisenehmer sollen künftig selbst in den Filialen stehen.

In Österreich sieht Aida-Juniorchef Prousek Potenzial für eine Verdoppelung auf rund 60 Filialen. Die Nachfrage von Franchise-Interessenten sei groß, aber die Richtigen zu finden nicht einfach. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende Februar) erhöhte sich der Umsatz von Aida um vier Prozent auf 22 Millionen Euro, der Gewinn stieg von 200.000 Euro auf 700.000 Euro. Durch das Franchisekonzept könnten die Gewinne von Aida auf "mehrere Millionen Euro" pro Jahr steigen, schreibt die Zeitung. Zusätzlich würde die Konditoreikette durch einen Einmaleffekt - die Ablösen für die Filialen - profitieren.

Filialen in Astana und Katar geplant

Im Ausland war Aida bisher in Kroatien und Saudi-Arabien vertreten, jüngst kamen Filialen in Schanghai, dem kasachischen Almaty und in Sarajevo dazu. Bisher werden die Standorte noch aus Wien beliefert. Erst ab 20 Filialen zahle es sich aus, im Ausland zu produzieren, so Prousek. In Kasachstan ist ein Standort in Astana geplant, Aida-Lokale sollen auch in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Belgrad eröffnet werden. Die politische Diskussion rund um das umstrittene Abdullah-Zentrum in Wien wirke sich nicht auf das Geschäft in Saudi-Arabien aus, so Prousek. Man verspüre - anders als andere Unternehmen - wegen der Diskussion keinen Gegenwind.

Aida befindet sich seit kurzem laut "Wirtschaftsblatt" zu 100 Prozent in der Hand der Familie Prousek. Miteigentümerin Andrea Bocan ließ sich ihren zehnprozentigen Anteil auszahlen. Die Konditoreikette beschäftigt 400 Mitarbeiter. (APA, 11.2.2015)

  • Bisher werden die Standorte im Ausland noch aus Wien beliefert.
    foto: apa/helmut fohringer

    Bisher werden die Standorte im Ausland noch aus Wien beliefert.

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