Zorniger ist nicht mehr Leipzig-Trainer

11. Februar 2015, 10:13
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Trainer von Rasenballsport verlässt nach einvernehmlicher Trennung den Verein - Nachwuchs-Coach Beierlorzer übernimmt

Rasenballsport Leipzig trennt sich von Trainer Alexander Zorniger. Die laut Aussendung einvernehmliche Entscheidung wurde am Mittwoch bekanntgegeben. Achim Beierlorzer (47), bisher U17-Trainer, übernimmt den deutschen Zweitligisten bis auf weiteres.

Zorniger war seit Sommer 2012 Coach der deutschen Red-Bull-Abteilung und feierte mit ihr den Aufstieg von der vierten in die zweite Liga. In der ersten Saison in der zweiten Liga liegt der Klub nach 20 Runden auf Rang sieben, sechs Punkte vom anvisierten Relegationsplatz entfernt. Zorniger sollte laut den Plänen des Klubs im Sommer abgelöst werden und entschied sich infolge dieses Vorhabens für den sofortigen Abschied. "Es ist besser, jetzt sofort einen Cut zu machen", wurde er in der Vereinsaussendung zitiert.

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick streute dem nunmehrigen Ex-Trainer Rosen: "Alex hat hier hervorragende Arbeit geleistet. Er hat einen sehr großen Anteil daran, dass wir heute schon in der zweiten Bundesliga spielen."

Über seinen neuen Mann meinte Rangnick: "Wir wollten einen Trainer, der den Verein und auch die Spieler kennt und der von unserer Spielidee überzeugt ist. Achim Beierlorzer hat unsere Spielphilosophie in der U17 hervorragend umgesetzt. Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, hat mich begeistert. Ab sofort ist er der wichtigste Mann im Verein."

Aufstieg bleibt das Ziel

Der Angesprochene kam im Sommer 2014 nach Leipzig und führte die B-Junioren an die Spitze der Bundesliga. Als als aktiver Spieler schaffte es Beierlorzer nicht ganz nach oben, er bestritt 122 Oberliga-, 48 Regionalliga- und 3 DFB-Pokalpartien.

Zu seiner nunmehrigen Beförderung meinte er: "Die Entwicklung hat mich natürlich überrascht, aber ich habe keine Sekunde gezögert, die neue Aufgabe anzunehmen." Er freue sich auf die Herausforderung und gab sich überzeugt, den Aufstieg noch schaffen zu können. "Wir wollen wieder zu dem aggressiven Angriffsfußball zurückkommen, der RB Leipzig ausmacht."

Darüber, dass im Sommer der hochgehandelte Ex-Mainer Thomas Tuchel kommen soll, wird in Leipzig seit Wochen spekuliert. Rangnick wollte sich an den Gerüchten aber nicht beteiligen: Man werde erst etwas bekanntgeben, wenn etwas bekannt zu geben sei. (red, derStandard.at, 11.2.2015)

  • Alexander Zorniger wurde von Sportdirektor Rangnick zwar gelobt, muss aber nach mäßigem Rückrundenstart trotzdem seinen Sessel räumen.
    foto: apa

    Alexander Zorniger wurde von Sportdirektor Rangnick zwar gelobt, muss aber nach mäßigem Rückrundenstart trotzdem seinen Sessel räumen.

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