Telekom Austria: Deutlicher Rückgang bei A1-Kunden

11. Februar 2015, 07:39
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Unternehmen baute 2014 einen Verlust von 185 Mio. Euro

Die Telekom Austria hat wie erwartet 2014 einen deutlichen Verlust eingefahren und musste in Österreich bei den Mobilfunkkunden ein Minus von fünf Prozent hinnehmen. Der "Jahresüberschuss" drehte von plus 52,1 Mio. Euro auf minus 185,4 Mio. Euro, das operative Ergebnis (Ebit) verschlechterte sich von plus 318,2 auf minus 3 Mio. Euro, der Umsatz gab um vier Prozent auf 4,02 Mrd. Euro nach.

Preiserhöhungen

Bei den Mobilfunkkunden in Österreich musste die Telekom (A1) nach mehreren Preiserhöhungen und einer Reduktion der Stützungen für Handys bei Vertragsabschluss ein Kundenminus von 5,1 Prozent auf 5,42 Millionen Nutzer verkraften. Dafür legten zuletzt die Kundenumsätze zu, sie betrugen im Schlussquartal 16,5 Euro je Monat und Mobilfunkkunde, im Jahr davor waren es 15,7 Euro. Beim Festnetz konnte die Kundenzahl mit 2,29 Millionen konstant gehalten werden. Das größte Plus gab es hier in Kroatien mit 13,9 Prozent, allerdings ging hier die Zahl der Mobilfunkkunden um 5,6 Prozent zurück. Im Nachbarland Serbien hingegen stieg die Handykunden um 7 Prozent.

Der Umsatz in Österreich ging 2014 um sieben Prozent zurück, das Ebit um 14,6 Prozent, der Jahresüberschuss blieb hingegen stabil. Der Mitarbeiterstand in Österreich sank um 1,9 Prozent auf 8.635, im Gesamtkonzern gab es aber ein Plus von 1,2 Prozent auf 16.240 Beschäftigte.

Stabiler Ausblick

Den Ausblick für das heurige Jahr ließ Telekom-Chef Hannes Ametsreiter stabil. Die Dividende bleibe bei 0,05 Euro je Aktie, das Umsatzwachstum sieht er bei zwei Prozent. Das Management sei "zuversichtlich" heuer wieder auf den Wachstumskurs zurückzukehren. Die Einsparungen heuer sollen bei rund 90 Mio. Euro liegen. Die Bilanz ist der erste Jahresabschluss unter der Kontrolle des neuen Mehrheitseigentümers America Movil des mexikanischen Multimilliardärs Carlos Slim.

Im vierten Quartal hatte sich der Konzernverlust ein wenig reduziert. Lag der "Jahresüberschuss" im Schlussquartal 2013 noch bei minus 107,1 Mio. Euro, betrug er 2014 "nur" mehr minus 48,9 Mio. Euro. Gleichzeitig verschlechterte sich das Betriebsergebnis von minus 26,6 auf minus 39,8 Mio. Euro. Der von der Telekom viel beachtete Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank im Quartalsvergleich um 13,2 Prozent auf 227,4 Mio. Euro.

Breitbandausbau, wenn es Förderungen gibt

Der Aktienkurs legte im Jahresverlauf um 8,9 Prozent zu, blieb aber deutlich unter dem Ausgabekurs aus dem Jahr 2000. Laut Telekom wurde der Kurs "in erster Linie durch eine mögliche Erholung des österreichischen Mobilfunkmarktes, das Übernahmeangebot von America Movil und die Kapitalerhöhung im November 2014 getrieben". Die Kapitalerhöhung spülte fast eine Milliarde Euro in die Kassen des heimischen Marktführers.

400 Mio. Euro davon will die Telekom in den Breitbandausbau stecken - vorausgesetzt es gibt Förderungen vom Bund (für den Breitbandausbau wurde vom zuständigen Infrastrukturminister Alois Stöger bis zu einer Milliarde Euro zugesagt, allerdings ritten darum auch alle Mitbewerber der Telekom) und der Aufsichtsrat stimmt zu, so die Telekom in ihrer Aussendung. Aufsichtsratschef ist Noch-ÖIAG-Boss Rudolf Kemler, die Mehrheit im Aufsichtsrat haben die Mexikaner. (APA, 11.2. 2015)


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