Ebola: USA ziehen Soldaten aus Westafrika ab

11. Februar 2015, 06:17
4 Postings

Nur etwa 100 Militärangehörige sollen in der Region bleiben

Freetown/Conakry/Monrovia - Die US-Regierung holt fast alle 1300 Soldaten aus dem Einsatz gegen die Ebola-Seuche in Westafrika zurück. Der Abzug der Truppen solle bis Ende April abgeschlossen sein, teilte das Präsidialamt am Dienstag (Ortszeit) in Washington mit. Demnach sollen noch etwa 100 Militärangehörige in Westafrika bleiben, um im Kampf gegen die Viruserkrankung zu helfen.

Die Soldaten haben etwa in Liberia Ebola-Stationen aufgebaut. Das amerikanische Militär bezeichne den rund fünfmonatigen Einsatz als erfolgreich abgeschlossen, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. In den kommenden Wochen würden rund 1300 Soldaten heimkehren, die in Liberia und dem Senegal geholfen hatten, die Epidemie einzudämmen. US-Präsident Barack Obama hatte die Entsendung im September vergangenen Jahres angeordnet. Er konzentrierte sich auf logistische Unterstützung, Schulung von medizinischen Personal und den Bau medizinischer Einrichtungen.

Die Regierung äußerte sich über die Abnahme der Ebola-Fälle in der Region erfreut. Allerdings gebe der jüngste Anstieg der Fallzahlen in Guinea Anlass zur Sorge. Auch gingen die Fälle in Sierra Leone nicht weiter zurück. Dem jüngsten Ebola-Ausbruch sind der Weltgesundheitsorganisation zufolge fast 9000 Menschen zum Opfer gefallen. (APA/Reuters, 11.2.2015)

Share if you care.