Angebliches Da-Vinci-Gemälde in der Schweiz sichergestellt

10. Februar 2015, 16:41
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Porträt Isabella d'Estes war seit Jahrhunderten verschwunden und sollte für mehr als 100 Millionen Euro verkauft werden

Ancona/Lugano - Ein Gemälde von Leonardo da Vinci ist von der italienischen Polizei in der Schweiz sichergestellt worden. Von dem Porträt Isabella d'Estes fehlte seit Jahrhunderten jede Spur, berichtete die Polizei bei einer Pressekonferenz in Ancona am Dienstag.

Das illegal ins Ausland gebrachte Ölgemälde in der Größe von 61 mal 46,5 Zentimeter sei im Tresor eines Geldhauses in Lugano sichergestellt worden, hieß es. Die Ermittlungen hatten im August 2013 begonnen, als bei einem Gericht in der norditalienischen Stadt Pesaro ein Rechtsanwalt angezeigt wurde, der angeblich den Auftrag für den Verkauf des Porträts zu einem Preis von mehr als 95 Millionen Euro erhalten hatte.

Polizei ermittelt wegen illegalen Kunsthandels

Ermittlungen ergaben, dass das Gemälde illegal ins Ausland gebracht worden war. Mithilfe der Schweizer Behörden wurde das Porträt jetzt konfisziert. Verhandlungen über den Verkauf des Gemäldes um 120 Millionen Euro waren demnach bereits im Gange. Die Polizei ermittelt nun wegen illegalen Handels mit Kunstschätzen.

Im Jänner hatte der italienische Kulturminister Dario Franceschini mitgeteilt, dass bei der Aushebung eines italienisch-schweizerischen Schmugglerrings mehr als 5.000 archäologische Fundstücke aus Italien mit einem Rekordwert von rund 45 Millionen Euro beschlagnahmt worden seien. Die Ermittlungen, an denen auch die Schweizer Polizei beteiligt war, brachten ein ausgeklügeltes Schmuggelnetzwerk zwischen den beiden Ländern ans Licht. (APA, 10.2.2015)

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