Münchner Konzertsaal - Jansons: "Wir wurden zum Narren gehalten"

10. Februar 2015, 16:34
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Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters will weiter für neuen Saal kämpfen

München - Der Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, Mariss Jansons, fühlt sich bei der Entscheidung über einen neuen Konzertsaal in München an der Nase herumgeführt. "Wir wurden zum Narren gehalten", sagte Jansons Dienstagnachmittag. Die Politik habe zehn Jahre mit immer wieder neuen Ideen auf Zeit gespielt. Von der Entscheidung gegen einen eigenständigen dritten Saal sei er absolut überrascht gewesen.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatten vor gut einer Woche verkündet, statt einem weiteren Konzertsaal die Philharmonie am Gasteig zu entkernen und dort einen neuen Aufführungsort zu errichten. "Schockiert" habe ihn, dass die Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BR) nicht an dem entscheidenden Gespräch im München Rathaus teilnehmen konnten, sagte Jansons. Er kündigte an, zusammen mit dem Orchester weiter für einen neuen Saal zu kämpfen. (APA, 10.02.2015)

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