Von IS-Miliz entführte US-Flüchtlingshelferin ist tot

10. Februar 2015, 21:50
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Jihadisten übermittelten Familie "zusätzliche Informationen" als Beweis für das Ableben von Kayla Jean Mueller - Weiterer US-Bürger in Gewalt der IS

Washington - Eine in Syrien von Kämpfern der Miliz "Islamischer Staat" (IS) entführte US-Bürgerin ist tot. Das gab US-Präsident Barack Obama am Dienstag bekannt. Auch die Familie der 26-Jährigen bestätigte, dass Kayla Jean Mueller gestorben sei.

Die Jihadisten hätten der Familie am Wochenende "zusätzliche Informationen" als Beweis für das Ableben der Frau übermittelt, hieß es aus dem Weißen Haus. Die IS hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Frau bei einem jordanischen Luftangriff auf Raqqa getötet worden sei. Das wurde von der Familie zunächst bezweifelt. Die 26-Jährige war als Flüchtlingshelferin nach Syrien gereist und dort Mitte 2013 entführt worden.

Noch ein US-Bürger in Gewalt der IS

Im Nahen Osten befindet sich noch mindestens ein US-Bürger in den Händen von Entführern. "Wir haben es vermieden, über Einzelfälle von entführten Amerikanern zu sprechen, aber wir wissen von anderen amerikanischen Geiseln in der Region", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest. Er war gefragt worden, ob die IS-Kämpfer weitere amerikanische Geiseln haben.

Earnest verwies auf Medienberichte, wonach es "mindestens eine weitere amerikanische Geisel in Syrien" gebe. Gemeint ist offenbar Austin Tice, ein im August 2012 in Damaskus verschwundener Journalist. Seine Familie äußerte sich in der vergangenen Woche bei einer Pressekonferenz in Washington zu dem Fall. (APA, 10.2.2015)

  • Kayla Jean Mueller arbeitete seit 2012 für das dänische Flüchtlingswerk. Mitte 2013 reiste sie nach Syrien und wurde entführt.
    foto: ap/keener

    Kayla Jean Mueller arbeitete seit 2012 für das dänische Flüchtlingswerk. Mitte 2013 reiste sie nach Syrien und wurde entführt.

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