Baumarktkette bereitet sich auf "Fifty Shades of Grey"-Anfragen vor

10. Februar 2015, 15:49
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Mitarbeiter sollen "sensible" Kundenfragen "höflich" beantworten - Zusatz-Vorrat an Kabelbinder, Seil und Klebeband

London - Angesichts des Filmstarts des Erotik-Films "Fifty Shades of Grey" hat eine britische Baumarktkette ihre Mitarbeiter auf einen Kundenansturm auf Produkte vorbereitet, die bei Sex-Praktiken zum Einsatz kommen können. Der"Daily Telegraph" zitierte am Dienstag aus einem Memo an die mehr als 20.000 Mitarbeiter der Kette B&Q mit der Überschrift "Vorbereitung für Fifty Shades of Grey-Kundenanfragen".

In der Mitteilung wird das Personal dazu angehalten, "sich mit dem Inhalt von Fifty Shades of Grey" durch das Lesen der Romanvorlage der britischen Autorin E. L. James oder mit Hilfe des Films, der diese Woche in Europa in die Kinos kommt, vertraut zu machen. Mitarbeiter könnten die Sado-Maso-Geschichte auch eine Woche lang bei ihrem Arbeitgeber ausleihen, die Bücher würden an die 359 Filialen geliefert. Damit sollen sich die Mitarbeiter auf "sensible" Fragen von Kunden vorbereiten, um diese auf "höfliche, hilfreiche und respektvolle Art" beantworten zu können.

Das Rundschreiben weist auf eine Szene von "Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen" hin, in der der reiche Unternehmer Christian Grey in einen Baumarkt geht, um Kabelbinder, Seil und Klebeband zu kaufen. "Mehr als für Ausbesserungen zu Hause sind diese Produkte dafür gedacht, Herrn Greys unkonventionelle sexuelle Wünsche zu erfüllen", wird in dem Memo vornehm formuliert. Für Nachahmer werde B&Q zusätzliche Vorräte an derartigen Produkten bereithalten.

Ein Sprecherin der Baumarktkette wollte die Anweisung nicht bestätigen. "B&Q fühlt sich weiterhin verpflichtet, unseren Kunden bei all ihren Heimwerker-Bedürfnissen behilflich zu sein und wir bemühen uns, unsere Mitarbeiter auf jegliche Anfrage vorzubereiten", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP lediglich. Schließlich sei Kundenzufriedenheit "immer unsere oberste Priorität". (APA, 10.02.2015)

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    foto: charles sykes/invision/ap
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