Wie und warum, aber auch weshalb

9. Februar 2015, 16:50
152 Postings

Der Teambewerb am Dienstag wirft wie immer Fragen auf, aber Österreich ist fraglos Titelverteidiger

Beaver Creek - Obwohl am Dienstag schon zum fünften Mal bei Weltmeisterschaften Medaillen im Teambewerb ausgespielt werden, ist die Frage nach dem Wie noch immer die drängendste. Die Frage "Warum?" stellt sich ohnehin permanent.

Zunächst also das Wie: In einem Parallelevent zwischen Riesentorlauftoren messen einander die maximal 16 besten Nationen der aktuellen Weltcupwertung. Pro Nation sind maximal sechs Athleten dabei, pro Geschlecht zumindest zwei. Österreich setzt mit Michaela Kirchgasser, Eva-Maria Brem und Nicole Hosp sowie Marcel Hirscher, Philipp Schörghofer und Christoph Nösig wie ja auch sonst in fast allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens auf Halbe-Halbe. Von den Titelverteidigern von Schladming fehlen also Carmen Thalmann und Marcel Mathis.

So

Die aktuell beste Nation (Österreich!) erhält Startnummer eins, die schlechteste 16. Die Paarungen in der ersten Runde gehen von eins gegen 16 bis hin zu acht gegen neun. In jeder Runde starten pro Nation nur vier Athleten, je zwei Damen und Herren. Die schlechtere Nation im Ranking muss den Läufer und die Läuferin einer Paarung zuerst nennen. Für Österreich ist das ein taktischer Vorteil.

Jeder Laufsieg zählt als Punkt für die Nation. Bei Zeitgleichheit der Konkurrenten in einem Lauf erhält jede Nation einen Punkt. Steht es nach vier Läufen unentschieden, werden die besten (oder zweitbesten, wenn Ersteres keinen Sieger ergibt) Zeiten einer Dame und eines Herren pro Nation addiert. Ergibt auch das keinen Sieger, zählt die beste Einzelzeit. Wenn alle Stricke reißen, gewinnt die Nation mit der besseren Platzierung im Nationencup.

Deshalb

So weit, so klar. Jetzt also das Warum: Der internationale Skiverband (Fis) hofft auf einen weiteren olympischen Bewerb. Diese Hoffnung könnte sich schon 2018 in Pyeongchang, Südkorea, erfüllen.

Die Läufer sind nicht alle begeistert. Weshalb? "Man sollte am besten schmerzbefreit sein", sagt Österreichs Technikcoach Stefan Bürgler. Der Sprintbewerb wird auf Slalomski gefahren, verlangt aber Riesentorlauftechnik, wodurch hohe, peitschenschlagartige Belastungen auftreten. Kathrin Zettel verzichtet deshalb zum Beispiel dankend. (lü, DER STANDARD, 10.02.2015)

  • Parallel dazu.
    foto: apa/fohringer

    Parallel dazu.

Share if you care.