AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd muss sich im April vor Gericht verantworten

9. Februar 2015, 13:59
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Musiker soll Geschäftspartner mit Ermordung gedroht haben

Wellington/Canberra - Wegen angeblicher Morddrohungen gegen einen Geschäftspartner muss sich AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd im April vor Gericht verantworten. Dies entschied am Montag ein Richter im neuseeländischen Tauranga. Bei dem Prozess, der am 21. April beginnen solle, müsse sich Rudd auch wegen Drogenbesitzes verantworten. Der 60-Jährige hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Er will auf nicht schuldig plädieren.

Der Musiker soll im September vergangenen Jahres in einem Telefonanruf einen Geschäftspartner und dessen Tochter mit dem Tod bedroht haben. In einem weiteren Telefonat mit einem anderen Geschäftspartner hatte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Morddrohungen zuvor angekündigt.

Drogenfunde

In von der Staatsanwaltschaft veröffentlichten Unterlagen finden sich zudem Angaben zu Drogenfunden während einer Hausdurchsuchung bei Rudd. Demnach stießen die Ermittler dort auf Marihuana und Methamphetamine. Der Schlagzeuger, der seit 1983 in Neuseeland lebt, bestreitet die Morddrohungen; auch die Telefonate hat er nach eigenen Angaben nicht geführt.

Anfang November hatte die neuseeländische Justiz ursprünglich Anklage gegen Rudd wegen eines Mordkomplotts erlassen, diese wegen dünner Beweislage aber rasch wieder zurückgezogen. Nun soll er sich wegen Morddrohung und Drogenbesitzes verantworten.

Eskapaden

Der aus Australien stammende Rudd gilt als ebenso geniales wie schwieriges Mitglied von AC/DC. Unter anderem wegen Drogeneskapaden überwarf er sich Anfang der 80er Jahre mit Bandgründer Malcolm Young. Im Jahr 1983 stieg Rudd aus der Band aus, elf Jahre später kehrte er wieder zu AC/DC zurück. Nach der Anklage steht seine Zukunft bei der Band allerdings in den Sternen. Bei einem Auftritt der Rocker bei der Grammy-Verleihung am Sonntagabend in Los Angeles wurde er von Chris Slade ersetzt. (APA, 9.2.2015)

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