EA-Chef-Entwickler: "Games sind immer noch zu schwer"

9. Februar 2015, 14:05
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Komplexität aktueller Games verlange zu viel Zeit von viel beschäftigten Konsumenten

Die Anzahl der Videospieler ist in den vergangenen Jahrzehnten auf rund 1,2 Milliarden explodiert. Geht es nach Electronic Arts Chief Creative Officer Richard Hilleman könnte aber vor allem der Markt für PC- und Konsolenspiele noch größer sein, wären Games nicht so kompliziert. "Unsere Spiele sind tatsächlich immer noch zu schwer zu erlernen", erklärte Hilleman vergangene Woche im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Branchenkonferenz DICE. "Der durchschnittliche Spieler verbringt wahrscheinlich zwei Stunden damit herauszufinden, wie man das einfachste Game spielt."

Zu komplex für den Alltag

Diese steile Lernkurve stelle für viele Konsumenten ein Problem dar. "Zwei durchgehende Stunden im normalen Familienalltag zu finden, um sich zu konzentrieren und zu lernen, wie man ein Spiel spielt, ist sehr viel verlangt", so Hilleman.

Debatten über die Komplexität und Länge von Videospielen kommen immer wieder auf. Populäres Beispiel war der berüchtigt lange Prolog/Tutorial von "Assassin's Creed 3", über den der Großteil der Käufer laut Unternehmensstatistik nie hinausgekommen ist. Aktuell sorgt das Raumschiffspiel "Elite: Dangerous" für Frust, nachdem viele Funktionen kaum erklärt und Spieler ihrem Schicksal überlassen werden. Für andere wiederum liegt genau darin der Reiz. (zw, derStandard.at, 9.2.2015)

  • Sind Ihnen moderne PC- und Konsolenspiele oft zu komplex?
    foto: dragon age: inquisition

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