54 Wiener Grüne kämpfen um Listenplatz

9. Februar 2015, 11:20
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24 Plätze auf Kandidatenliste werden am Samstag vergeben - Van der Bellen und Martina Wurzer treten nicht mehr an

Wien - Die WIener Grünen treffen sich am Samstag zur Landesversammlung, bei der diesmal ordentlich gerangelt wird. Am Programm steht nämlich die Erstellung der Kandidatenliste für die Wien-Wahl. 54 Kandidaten kämpfen dieses Mal um 24 Plätze, wobei man sich in etwa bis zur 16. Stelle Hoffnung auf ein Mandat machen darf. Derzeit sitzen elf grüne Mandatare im Wiener Landtag - Maria Vassilakou ist ja als Regierungsmitglied keine Parlamentarierin.

Die Grünen sind die erste der vier im Stadtparlament vertretenen Fraktionen, die ihre Gemeinderatskandidaten fixieren. Die Liste entscheidet darüber, wer für die Grünen nach dem Urnengang im Herbst - oder im Fall einer Vorverlegung schon im Sommer - in den Gemeinderat einziehen wird.

Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou kandidiert auf Platz eins - aller Voraussicht nach ohne Konkurrenz. Theoretisch kann eine Gegenkandidatur aber bis zum Tag der Landesversammlung angemeldet werden. Für die grüne Frontfrau gilt es jedenfalls 98,65 Prozent, ihr Ergebnis im Vorfeld der Wien-Wahl 2010, zu verteidigen. Auf Rang zwei stellt sich Klubchef David Ellensohn der Wahl.

Neue Gesichter

Es wird auch ein paar neue Gesichter geben, da etwa die derzeitige Gemeinderätin Martina Wurzer nicht mehr antritt, auch der frühere Bundesobmann Alexander Van der Bellen kandidiert nicht mehr. Dafür stehen zumindest zwei Quereinsteiger zur Wahl: Einerseits Daniel Landau, Inhaber des Wiener Café Tachles und Bruder des Wiener Caritas-Chefs Michael Landau. Er ist seit Jahren im Bereich Bildungspolitik engagiert. Andererseits tritt der Begründer des Sozialinitiative "Wiener Tafel" erstmals an.

Das gesamte Wahlprozedere wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Die ersten vier Listenplätze werden einzeln vergeben, danach folgen Blöcke zu je vier Kandidaten. Die Konkurrenten können dabei selbst bestimmen, ab welcher Position bzw. für welchen Block sie kandidieren wollen. Allerdings: Kann man sich in seiner Vierer-Gruppe nicht durchsetzen, besteht die Möglichkeit, für einen Platz weiter unten noch einmal anzutreten - was die Sache nicht unbedingt zügiger macht. Zudem gilt ein strenges Reißverschlussprinzip, es werden also gleich viele Männer wie Frauen auf der Liste vertreten sein.

Wahlberechtigt sind nicht nur Parteimitglieder, sondern auch die sogenannten Unterstützer - also stimmberechtigten Sympathisanten ohne Mitgliedsstatus.

Das Motto der Veranstaltung, zu der bis zu 700 Teilnehmer erwartet werden, schielt bereits in Richtung nochmaliger Regierungsbeteiligung: "Dein Wien kann mehr - Bereit fürs nächste Level". (red, APA, 9.2.2015)

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