Liu Jia gewann in Baku Europa-Top-16-Turnier

8. Februar 2015, 18:49
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Oberösterreichin holt sich zum dritten Mal den Sieg

Die Weltranglisten-Zwölfte Liu Jia hat am Sonntag zum bereits dritten Mal das Turnier von Europas besten Tischtennis-Spielerinnen gewonnen. Die Oberösterreicherin hatte 2005 in Rennes das Europa-Top-12 und 2014 in Lausanne den Nachfolgebewerb Europe-Cup für sich entschieden, nun legte sie in Baku mit dem Triumph bei der ersten Auflage des Europa-Top-16 nach.

Im Endspiel gewann Liu gegen Petrissa Solja 4:1, nachdem sie die Deutsche am Freitag in ihrem ersten Gruppenspiel mit 3:0 bezwungen hatte. Auch die vier Partien dazwischen entschied die Ex-Europameisterin für sich, womit sie im Turnierverlauf ungeschlagen blieb. Dass es Solja auch ins Endspiel geschafft hat, zeigt, dass Liu keine einfache Gruppe erwischt hatte. Doch in der hielt sie auch die niederländische Verteidigerin Li Jie in Schach und bewies damit ihr verbessertes Spiel gegen Defensivspielerinnen.

Das Finale war weitgehend von Rückhand-Duellen der beiden Linkshänderinnen knapp am Tisch geprägt, bei denen Liu durch geschickte Variation von Tempo, Schnitt und Platzierung zumeist den längeren Atem hatte. Eine Woche vor ihrem 33. Geburtstag behielt Liu in der Weltrangliste Rang zwölf. Ihre Landsfrau und Froschberg-Kollegin Sofia Polcanova ist 42., Petrissas Schwester Amelie Solja 60.

Gardos mit Rückenwind

Bei den Herren verbesserte sich Robert Gardos mit Rang 20, sein Karriere-Hoch, um vier Positionen, vor allem dank seinem Erfolg vor rund einem Monat bei Platz zwei Österreichs beim World-Team-Cup in Dubai. Beim Europa-Top-16 kam der 35-Jährige nach Gruppensieg und Niederlage im Viertelfinale auf Rang sechs. Im letzten Platzierungsspiel gab es eine 1:4-Niederlage gegen Tiago Apolonia. In der Gruppenphase hatte der Tiroler gegen den Portugiesen mit 3:2 die Oberhand behalten.

Während die Top drei bei Damen und Herren ihre Tickets für die Weltcup-Turniere im Oktober fix haben, müssen die in Baku danach gereihten auf Absagen dieser Spieler hoffen. Gardos hat demnach als dritter "Nachrücker" nur klare Außenseiterchancen. Der Europa-Top-16-Titel bei den Herren ging ebenfalls an die Nummer eins, nämlich Dimitrij Ovtcharov. Der Deutsche drehte im Finale gegen den Portugiesen Marcos Freitas einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Erfolg. Ovtcharov hatte 2012 das Top 12 gewonnen. (APA, 08.02.2015)

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