Cardsharing: Verurteilung wegen illegaler Sky-Abos

8. Februar 2015, 12:18
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Mann verkaufte illegal Pay-TV-Zugänge, ihm drohen Schadensersatzforderungen über 430.000 Euro

Für 120 Euro pro Jahr ein Komplett-Abo des Pay-TV-Senders Sky: 463 Personen hielten das für attraktiv und schlugen zu. Allerdings handelte es sich dabei um kein offizielles Angebot von Sky, sondern die Bedingungen eines illegalen Cardsharing-Betreibers. Er wurde jetzt zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt, außerdem verhängte das Amtsgericht Bochum eine Geldbuße von 2.000 Euro über den 50-jährigen Deutschen, so Digitalfernsehen.de.

Hunderttausende Euros erwirtschaftet

Allerdings drohen ihm auch zivilgerichtlich Ungemach: Denn Sky ist durch die illegalen Abos ein Schaden von 430.000 Euro entstanden, auch der deutschen Steuer sind 34.000 Euro entgangen. Bei entsprechenden Schadensersatzforderungen könnte der Abodealer also weiter in die Bredouille geraten. Er selbst soll durch die illegalen Geschäfte bis zu 143.000 Euro verdient haben.

Passwort und Karten teilen

Illegales Cardsharing ist schon seit mehreren Jahren zum populären Volkssport geworden. Dabei werden mit technischer Hilfe Pay-TV-Entschlüsselungskarten in mehreren Haushalten verwendet. Auch das Teilen von Zugangsdaten zu Streaming-Services nimmt an Bedeutung zu. Allerdings ist Letzteres nicht zwingend illegal, vor allem wenn es nicht aus kommerziellem Interesse geschieht. (fsc, derStandard.at, 8.2.2015)

  • Durch Cardsharing beim Pay-TV-Sender Sky erwirtschaftete ein Betrüger rund 143.000 Euro
    foto: apa/dpa

    Durch Cardsharing beim Pay-TV-Sender Sky erwirtschaftete ein Betrüger rund 143.000 Euro

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