Nach Flunker-Affäre: NBC untersucht seinen Nachrichtenmoderator

8. Februar 2015, 10:15
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Berichterstattung aus dem Irak 2003 und über Hurrikan "Katrina" 2005 betroffen - Moderation der Nachrichtensendung vorerst niedergelegt

New York - Der US-Sender NBC hat eine Untersuchung gegen den beliebten Nachrichtenmoderator Brian Williams eingeleitet, nachdem dieser beim Lügen ertappt worden war. Sowohl seine Berichterstattung aus dem Irak 2003 als auch die über Hurrikan "Katrina" 2005 würden untersucht, berichteten US-Medien am Samstag unter Berufung auf interne NBC-Angaben.

Angesichts der internen Ermittlungen werde er die Moderation seiner Nachrichtensendung vorerst niederlegen. Es sei ihm "schmerzlich klar geworden", dass er derzeit "selbst zu sehr Teil der Nachrichten" sei, erklärte er am Samstag. Er werde deshalb "in den nächsten paar Tagen" nicht selbst moderieren, sagte der 55-Jährige.

Williams hatte mehrfach behauptet, er sei 2003 im Irakkrieg in einem Hubschrauber gewesen, der von einer Panzerfaust abgeschossen wurde. Dann kam jedoch heraus, dass Williams in einem anderen Hubschrauber saß, der erst eine Stunde später bei dem verunglückten Helikopter landete.

Williams hatte sich daraufhin für seinen Fehler entschuldigt. "Ich weiß nicht, wie verdreht mein Kopf gewesen sein muss, dass ich die beiden Hubschrauber verwechselt habe." Auch bei seiner Berichterstattung über "Katrina" gibt es jedoch zahlreiche Ungereimtheiten. Williams' Nachrichtensendung "Nightly News with Brian Williams" schauen täglich rund neun Millionen Menschen. (APA, 8.2.2015)

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