Gute Woche - Schlechte Woche: Pensionen, Räte, Gigolos

Glosse7. Februar 2015, 11:00
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Gute Woche

Über 10.000 Berufstitel wurden seit 2010 verliehen, die meisten an den sogenannten Lehrkörper. Die Gewerkschaft verteidigt die Titelflut: Mangels Geldes sei das eine Möglichkeit, Danke zu sagen. Klamme Privatunternehmen sollten die schöne Geste aufgreifen: Ober-IT-Rat, Empfangsrätin oder Professor für Pizzazustellung - das wär doch was.

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In Indien werden Lehrer offenbar besser bezahlt. Oder sie haben lukrative Nebenjobs. Bei einem Putztag an einer Schule in Ahmedabad fanden Reinigungskräfte in einem Personalspind umgerechnet 160.000 Euro Bargeld und zwei Kilo Gold. Der Besitzer des Spinds konnte nicht ausgeforscht werden.

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In Serbien wird Redefreiheit beschränkt, und zwar im Parlament. Zurzeit wird eine Liste verbotener Ausdrücke für die Abgeordneten erstellt, darunter "Gesindel", "Krimineller" und "Miststück".

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Schlechte Woche

Später in Pension zu gehen - darauf schwört die Politik die Bürger ein. Doch im öffentlichen Dienst kommt die Botschaft nicht an. Laut Rechnungshof lag etwa 2011 das durchschnittliche Antrittsalter im Innenministerium bei 58,3 Jahren. Erstaunlich auch: Mehr als die Hälfte aller Bediensteten nahm die "Hacklerregelung" in Anspruch.

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In Kroatien sollen 60.000 verschuldeten Bürgern die Außenstände erlassen werden. Ein schönes Beispiel für staatliche Mildtätigkeit, könnte man meinen - wenn in Kroatien nicht Wahljahr wäre. Bleibt abzuwarten, was von der Wohltat übrig bleibt.

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SchlechteNachrichten für alle Gigolos und Profipousseranten: Frauen heiraten, so sie wohlhabend und Akademikerinnen sind, vor allem: standesgemäß. Gefragt ist in westlichen Gesellschaften laut einer US-Studie vor allem der gleiche soziale Status. Arme Männer. (sts, DER STANDARD, 7.2.2015)

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