Karneval in Uruguay: Tänzer und Trommler im afrikanischen Stadtviertel

Ansichtssache6. Februar 2015, 11:09
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Die Straßenparade Llamadas ließ erneut die afro-lateinamerikanische Kultur hochleben

Montevideo/Wien - Tausende Menschen auf den Straßen, Musik, Tänzer, Trommler und bunte Kostüme: In der uruguayischen Hauptstadt Montevideo hat am Donnerstag wieder der Höhepunkt der Karnevalsfeiern stattgefunden, die Straßenparade Llamadas. Sie wird traditionell im afrikanischen Viertel organisiert und soll an die afrikanischen Wurzeln des lateinamerikanischen Landes erinnern.

Im 18. Jahrhundert war der Hafen von Montevideo Ankunftsort für afrikanische Sklaven, die als Minenarbeiter in Peru und Bolivien eingesetzt wurden. Anfang des 19. Jahrhunderts waren ein großer Teil der Stadtbevölkerung Schwarze. Heute stellen sie etwas mehr als neun Prozent der 3,3 Millionen Einwohner Uruguays.

Ein essenzieller Bestandteil des jährlichen Umzugs ist der Candombe, eine afro-lateinamerikanische folkloristische Bewegungsform. Beim Candombe stellen die Tänzer traditionelle Figuren dar, beispielsweise den Medizinmann (gramillero), die alte Mutter (mama vieja) oder den Besenschwinger (escobero). (red, derStandard.at, 6.2.2015)

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