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"Anerkennung als Zeichen einer guten Willkommenskultur?"

6. Februar 2015, 10:39

Zofia Owczarek (CareerFAiR) im Gespräch mit Mag.a Petra Draxl (AMS Wien), Dr. Heinz Kasparovsky (ENIC NARIC AUSTRIA) und Mag. Franz Wolf (Österreichischer Integrationsfonds)

Wie tragen Ihre Institutionen zu einer verbesserten Willkommenskultur bei?

ÖIF: Es ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz wesentlich, dass Menschen, die in unserem Land leben, sich hier auch zu Hause fühlen. Zuwander/innen und Menschen mit Migrationshintergrund erhalten an unseren Welcome Desks in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Innsbruck die wesentlichen Informationen für ihren Integrationsweg in Österreich. Wir bieten Beratungen und Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere in den Bereichen Sprache, Bildung und Beruf an. Mit unseren mehrsprachigen Willkommenshandbüchern wollen wir gezielt Informationen zu den ersten Schritten in Österreich geben.

Ist Ihrer Ansicht nach die Politik gefordert, an der Willkommenskultur etwas zu ändern?

AMS Wien: Natürlich ist es Aufgabe der Politik, den Menschen zu signalisieren, ob sie willkommen sind und ob sie in ihrer neuen Heimat Perspektiven haben. Hier lässt sich immer manches verbessern – man darf aber auch nicht übersehen, dass schon vieles gelungen ist.

Hat der ÖIF besondere Programme für MigrantInnen, die mit einem Abschluss ankommen, der nicht anerkannt wird?

Der ÖIF unterstützt bei der Anerkennung von Qualifikationen auf mehreren Ebenen, um Barrieren zu beseitigen, die durch mangelnde Informationen entstehen. 2014 sind unsere Angebote wie das Anerkennungshandbuch "Anerkennungs-ABC" sowie das Online-Portal "berufsanerkennung.at" neu überarbeitet erschienen: In nur sechs Schritten finden Migrant/innen dort mit dem Anerkennungswegweiser die richtige Anlaufstelle für ihren Anerkennungsprozess und erhalten Information für über 1.800 verschiedene Berufe. Mit dem Programm "Mentoring für MigrantInnen" unterstützen wir in Kooperation mit WKÖ und AMS qualifizierte Migrant/innen aktiv beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Bis dato wurden österreichweit in insgesamt 35 Durchgängen mehr als 1.000 Mentoring-Paare gebildet.

ENIC NARIC AUSTRIA ist die offizielle Anlaufstelle für alle grenzüberschreitenden Anerkennungsfragen im Hochschulbereich. Wie viele Fälle bearbeitet Ihre Institution pro Jahr? Aus welchen Staaten kommen die meisten Anträge?

ENA: Die Zahlen sind steil im Ansteigen: Waren es 2010 noch 1.400 Bewertungen, so liegen wir am Ende des Jahres 2014 bei 4.500. Die meisten Anträge kommen aus unseren östlichen und südöstlichen Nachbarstaaten, allen voran Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Rumänien, Polen und die Slowakei. Anträge können über die Website www.aais.at ortsunabhängig gestellt werden.

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    foto: helmreich
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