US-Nachrichtenmoderator widerruft Geschichte über Beschuss im Irak

5. Februar 2015, 14:41
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Brian Williams entschuldigt sich im TV für falsche Darstellung

Washington - Mit einer falschen Geschichte über ein Kriegsabenteuer im Irak hat sich der prominente US-Nachrichtenmoderator Brian Williams Ärger eingehandelt. In seiner Sendung "NBC Nightly News" gab Williams am Mittwochabend (Ortszeit) zu, dass seine vielfach im Fernsehen erzählte Geschichte, er habe 2003 einen Feuerbeschuss im Irak überlebt, nicht stimmt.

Anders als dargestellt habe er nicht in dem beschossenen Chinook-Hubschrauber gesessen, sondern in einem danach eingetroffenen Helikopter. "Ich habe die Ereignisse von vor zwölf Jahren falsch dargestellt", sagte Williams in seiner 50-sekündigen Stellungnahme. "Ich möchte mich entschuldigen."

Williams hatte die Geschichte, er habe einen Angriff mit einer Panzerabwehrrakete auf einen US-Hubschrauber im Irak überlebt, zuletzt am Freitag erzählt. Anlass war die Ehrung eines Soldaten im Ruhestand, der für die Sicherheit von Kampffliegern gesorgt hatte. Mitglieder der Besatzung des beschossenen Helikopters sowie von Williams' Hubschrauber hatten dem US-Militärmagazin "Stars and Stripes" daraufhin gesagt, Williams sei nicht in der Nähe des beschossenen Helikopters gewesen, sondern erst eine Stunde später angekommen. Demnach hatte Williams' Hubschrauber wegen eines Sandsturmes notlanden müssen.

Williams sagte in seiner Stellungnahme, seine Darstellung sei "der misslungene Versuch von mir gewesen, einem besonderen Veteran zu danken und darüber hinaus unseren mutigen Männern und Frauen im Militär, den Veteranen überall, denen, die gedient haben, während ich das nicht getan habe". (APA, 5.2.2015)

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