Drei Bundesländer verfehlen weiter ihre Asylquoten

5. Februar 2015, 11:55
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Mikl-Leitner: "Historische Ausgewogenheit"

Wien - Drei Bundesländer haben es nicht geschafft, wie versprochen bis Ende Jänner ihre Asylquote zu erfüllen. Das geht aus einer aktuellen Aufstellung des Innenministeriums hervor. Besonders säumig ist das Burgenland, das die Vorgaben nur zu 90,8 Prozent einhält. Näher am Soll befinden sich Oberösterreich (94,7) und Kärnten (96).

Quasi noch innerhalb der Schwankungsbreite liegt Salzburg, das mit Stichtag 4. Februar die Quote zu 99,5 Prozent einhielt. Gerade noch über die 100 Prozent geschafft haben es Tirol (100,8) und Vorarlberg (101,8). Niederösterreich ist nur wegen der Überbelegung des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen kein Quotensünder und erreicht 102,4 Prozent. Völlig neu ist, dass Wien erstmals beinahe seine Musterschüler-Rolle eingebüßt hat. Die Bundeshauptstadt ist mit einer Erfüllung von 110,9 nur noch knapp vor der Steiermark (109,2).

Recht zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Sie gestand zwar ein, dass man noch nicht am Ziel sei: "Aber wir kommen ein gewaltiges Stück weiter." Die Bundesländer hätten mit ihren Anstrengungen eine historische Ausgewogenheit erreicht: "Eine hundertprozentige Quotenerfüllung über alle Bundesländer ist noch nicht absehbar, aber wir haben eine faire Lastenverteilung wie schon seit Jahren nicht mehr." (APA, 5.2.2015)

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