Dortmund: Neonazis bedrohen Journalisten mit Todesanzeigen

5. Februar 2015, 11:19
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Hetze von Rechtsextremisten gegen Journalisten sei ein Angriff auf die Pressefreiheit, so der Innenminister

Dortmund/Wien - In Dortmund versucht die Neonazi-Szene, Journalisten und Nazi-Gegner mit Todesdrohungen einzuschüchtern. Mehrere Redakteure und etwa auch Mitarbeiter der Piratenpartei und der Linken erhielten via Twitter fiktive Todesanzeigen, versehen mit ihren Namen und Sätzen wie "In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir fröhlich bald Abschied."

Betroffen sind vor allem Personen, die sich seit Jahren gegen den Rechtsextremismus in Dortmund engagieren. Unterzeichnet wurden die Drohungen von der rechtsextremen Organisation Nationaler Widerstand. Sie wurde 2012 verboten. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Ermittlungen eingeleitet.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) zeigt sich alarmiert. "Die Hetze von Rechtsextremisten gegen Journalisten in Dortmund ist ein Angriff auf die Pressefreiheit. Sie ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt", sagte er der "Welt". Und: "Mit diesen Nazimethoden sollen Journalisten gezielt eingeschüchtert werden. Dagegen geht die Dortmunder Polizei entschlossen vor." (red, derStandard.at, 5.2.2015)

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