Swatch-Gewinn bricht 2014 ein

5. Februar 2015, 07:52
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Der Uhrenkonzern punktet beim Umsatz, der Gewinn kann allerdings nicht mithalten, die Dividende bleibt stabil

Biel - Der weltgrößte Uhrenkonzern Swatch hat 2014 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn fiel gegenüber dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Franken (1,3 Mrd. Euro). Im Wert für 2013 war allerdings ein Sonderertrag aus einer Schadenersatzzahlung von mehr als 400 Mio. Franken enthalten.

Umsatzrekord

Der Umsatz des Konzerns mit seinen zwanzig Marken weitete sich netto um 3,0 Prozent auf 8,7 Mrd. Franken aus, wie die Swatch Group mitteilte. Der Bruttoumsatz stieg um 4,6 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 9,2 Mrd. Franken. Damit wurde erstmals die Neun-Milliarden-Franken-Marke überschritten. Zu konstanten Wechselkursen wäre Swatch um 4,5 Prozent gewachsen, Währungseffekte drückten die Erlöse aber um 1,5 Prozent oder 138 Mio. Franken. Weitere 200 Mio. Franken an Umsatz kostete der Brand bei der Tochtergesellschaft ETA.

Trotz der Turbulenzen in den Währungen will Swatch eine unveränderte Dividende von 7,50 Franken pro Inhaberaktie und 1,50 Franken pro Namensaktie ausschütten.

Starker Jänner

Das Jahr 2015 habe mit einem starken Jänner sehr vielversprechend begonnen, schreibt der von Nick Hayek geführte Konzern. Allerdings macht er nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses die Einschränkung: "natürlich gerechnet in Lokalwährungen".

Swatch sieht sich in der Lage, trotz des stark überbewerteten Franken weiteres starkes Wachstum in Lokalwährung "im hohen einstelligen Bereich" zu generieren und gleichzeitig "weitere gesunde Gewinne" zu erwirtschaften.

Die Gruppe werde ihre langfristige Strategie der Investitionen in Innovationen, Maschinen, die Distribution wie auch in die Mitarbeiter weiterführen wie bisher und auch den Produktionsstandort Schweiz weiter ausbauen.

Erst kürzlich hatte Fritz Mostböck, Chef-Analyst bei der Erste Group, die Schweizer Geldpolitik kritisiert, denn sie berge hohe volkswirtschaftliche Risiken. Als eine der vom starken Franken betroffenen Branche hob er dabei das Luxusuhren-Segment. So könnten beispielsweise die Preise der "Swiss made"-Uhren um bis zu 20 Prozent steigen, da sie - um dieses Label weiterhin tragen zu dürfen, im Land selbst produziert werden müssten.

Tausende neue Jobs

Vergangenes Jahr wurden konzernweit über 2.100 neue Jobs geschaffen. Alleine in der Schweiz waren es 770 neue Stellen, hauptsächlich in der Produktion. Per Ende 2014 beschäftigte die Gruppe mehr als 35.500 Mitarbeiter. (APA/red, 5.2.2015)

  • Guter Jahresauftakt für Swatch.
    foto: apa/eddy risch

    Guter Jahresauftakt für Swatch.

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