Honduranische Drogenbosse stellten sich in den USA

5. Februar 2015, 07:21
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Kartellchefs fürchteten in ihrer Heimat um ihr Leben

Tegucigalpa – Zwei der mächtigsten honduranischen Drogenhändler haben sich in den USA gestellt. "Javier Eriberto Rivera Maradiaga und Devis Leonel Rivera Maradiaga sind im Gewahrsam der Behörden in den USA, und ihnen wird dort der Prozess gemacht", sagte Honduras' Präsident Juan Orlando Hernández am Mittwoch. Laut Medienberichten fürchteten die Anführer der "Cachiros" in ihrer Heimat um ihr Leben.

Die Gruppe gilt als eine der wichtigsten Drogenschmugglerbanden des mittelamerikanischen Landes. Sie kauft Kokain von kolumbianischen Gangs und gibt es an die mexikanischen Kartelle weiter. Nach Einschätzung von Experten wird 80 Prozent des in den USA konsumierten Kokains über Honduras geschmuggelt. "Die enge Koordination zwischen den Strafverfolgungsbehörden in den USA und Honduras drängt diese kriminellen Organisationen in die Defensive", schrieb der US-Botschafter in Honduras, James Nealon, auf Twitter. (APA, 5.2.2015)

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