Ars Electronica 2014 mit schwarzer Null - "Marschieren nach vorne"

4. Februar 2015, 13:45
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Ergebnis ins Positive gedreht - Weniger Vollzeitäquivalente, Werbebudget und Festivalpreise

Die Linzer Ars Electronica hat 2014 mit einer schwarzen Null abgeschlossen. Die Konsolidierungsmaßnahmen der vergangenen zwei Jahre hätten gegriffen, so der Tenor einer Pressekonferenz am Mittwoch. Geschäftsführer Diethard Schwarzmair sieht den Betrieb gut aufgestellt: "Wir marschieren nach vorne."

Man habe den eingeschlagenen Sparkurs hervorragend gemeistert und drei Strategien entwickelt, berichtete der kaufmännische Chef Gerfried Stocker. Die erwerbswirtschaftlichen Tätigkeiten wurden ausgebaut, das Leistungsangebot umstrukturiert, das Ars-Electronica-Festival ist nun noch mehr Repräsentations- und Kooperationsplattform. Schwarzmair goss die Auswirkungen der Neupositionierung in Zahlen: So sank die Zahl der Vollzeitäquivalente im vergangenen Jahr von 145,4 auf 138,6. Die Öffnungstage wurden reduziert, das Werbebudget gekürzt, gewisse Festivalpreise werden nur mehr biennal vergeben.

Daimler, BMW, Audi, SAP und Siemens

Die Erträge der Gesellschaft legten 2014 verglichen mit dem Jahr zuvor um 197.000 auf 13,1 Mio. Euro zu, die Selbstfinanzierungsquote stieg seit 2010 von 45 auf 60 Prozent. Auch das Projektgeschäft nahm zu: Die Mitarbeiter der Forschungseinrichtung Futurelab und des Bereichs Solutions wickelten im vergangenen Jahr 98 Vorhaben in 23 Ländern ab, Auftraggeber waren u.a. Daimler, BMW, Audi, SAP und Siemens. Das Festival wiederum wurde von 160 Kooperationspartnern mit Sachleistungen in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro unterstützt. Die Ars Electronica insgesamt profitiere mittlerweile kaum mehr von reinem Sponsoring, sondern von Geschäftsbeziehungen, so Stocker. Das zahle sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aus.

Lob kam von der Stadtpolitik: Ars Electronica sei neben der voestalpine die zweite Marke, "die Linz europa- und weltweit vertritt", erklärte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Kulturreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) sprach von einer Visitenkarte, "die global spürbar und sichtbar ist". Für heuer kündigte Stocker im Museum, das im Vorjahr 158.428 (2013: 164.165) Besucher gezählt hat, die Implementierung eines neuen Deep Space an: Die Projektionen auf einer Fläche von 16 mal neun Metern sollen dann eine Auflösung von 8K haben. Das Festival findet von 3. bis 7. September statt - mit "einem ganz tollen Thema an einem außergewöhnlichen Ort". (APA, 4.2. 2014)

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