Sky mit Rekord-Kundenwachstum - Trotzdem kein Gewinn

4. Februar 2015, 12:16
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Verlust im zweiten Quartal verringert

Trotz eines Rekordkundenwachstums hat es Sky Deutschland im Weihnachtsgeschäft unter dem Strich nicht in die schwarzen Zahlen geschafft. Im zweiten Geschäftsquartal 2014/2015 verbuchte der Sender, der mittlerweile zur ehemaligen britischen Schwester BSkyB gehört, ein Minus von 37,1 Mio. Euro.

Damit verbesserte sich das Ergebnis jedoch deutlich zum Vorjahresquartal, als ein Verlust von 80,4 Mio. Euro angefallen war.

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Dank der Übertragung der Fußball-Bundesliga, die Sky als einziger Kanal komplett live zeigt, dem Ausbau seines Online-Angebots für Smartphone, Tablet-Computer und PC lockte Sky von Oktober bis Dezember 214.000 zusätzliche Kunden. Die Gesamtzahl der Abonnenten mit direktem Sky-Vertrag überschritt damit zum Jahresende mit 4,123 Millionen erstmals die Grenze von vier Millionen. Der Quartalsumsatz stieg um neun Prozent auf 451 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (Ebitda) verbesserte sich auf 3,5 Mio. Euro nach einem Verlust von 37 Mio. Euro.

Eine konkrete Prognose gab Vorstandschef Brian Sullivan nicht ab. Sky werde alles daran setzen, dass sich die starke Entwicklung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres fortsetze. Bisher hatte Sky vorausgesagt, die Kundenzahl netto um 400.000 bis 450.000 und das Betriebsergebnis auf 80 bis 110 Mio. Euro zu steigern. Der Umsatz sollte deutlich zulegen.

Gewinn im Sommer

Im Sommerquartal hatte der Pay-TV-Sender erstmals seit sieben Jahren wieder einen Gewinn geschrieben. Sullivan hatte aber zugleich vor Rückschlägen gewarnt. Das einst unter dem Namen Premiere firmende Unternehmen werde wahrscheinlich eine Anzahl von Quartalen mit Verlusten sehen, bevor dauerhaft Gewinne geschrieben würden.

Der Medienmogul Rupert Murdoch hat seine Bezahlsender in Deutschland, Großbritannien und Italien zum größten privaten Fernsehkonzern Europas gebündelt. Sky Deutschland gehört mittlerweile zum britischen Sender Sky, der früher unter dem Namen BSkyB auftrat. Der Anteil liegt bei mehr als 95 Prozent, damit dürfen die Briten die Kleinaktionäre nach deutschem Recht gegen eine Zwangsabfindung herausdrängen. (APA, 4.2. 2015)

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