Australiens Regierungschef Abbott in der Kritik seiner Abgeordneten

4. Februar 2015, 10:40
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Premierminister gibt sich gelassen

Canberra - In Australien proben Abgeordnete der Regierungskoalition den Aufstand gegen den konservativen Premierminister Tony Abbott. Mehrere Parlamentarier seiner Liberalen Partei sprachen sich am späten Dienstag offen für den Rücktritt des Regierungschefs aus.

Der als äußerst konservative und anglophil geltende Abbott hatte sich zuletzt durch die Erhebung des britischen Prinzen Philip in den Ritterstand - ausgerechnet am 26. Jänner, dem australischen Nationalfeiertag - den Ärger der Opposition zugezogen.

Auf die Frage eines Radiosenders, ob sich seine Regierungszeit dem Ende nähere, antwortete Abbott am Mittwoch, er sei entschlossen, "beständige, stabile, solide und verlässliche" Regierungsarbeit abzuliefern - und zwar "jeden Tag". Zurücktreten werde er nicht.

Abbotts konservativ-liberale Koalition war nach der Parlamentswahl im September 2013 an die Macht gekommen. Inzwischen liegen ihre Zustimmungswerte mit 46 Prozent weit hinter denen für die oppositionelle Labor-Partei mit 54 Prozent.

Abbotts Popularität liegt einer am Montag veröffentlichten Umfrage zufolge bei nur noch 34 Prozent. Labor wirft Abbott im Zusammenhang mit dem Ritterorden für Prinz Philip vor, einer kolonialen Nostalgie verhaftet zu sein. (APA, 4.2.2015)

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