Vier Hunde in Pressbaum bei Wien vergiftet

4. Februar 2015, 10:22
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Köder ausgelegt - Vierbeiner überlebten - Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Pressbaum – In Pressbaum im Bezirk Wien-Umgebung sind in den vergangenen Wochen vier Hunde vergiftet worden. Die Vierbeiner hätten zwar überlebt, nach Auskunft von Tierärzten jedoch "starke Schmerzen und Qualen" erlitten, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Mittwoch. Ermittlungen wegen Tierquälerei laufen. Hinweise sind an die örtliche Polizeiinspektion (Tel.: 059133-3232) erbeten.

Hoher Schaden

Dem Ermittlungsstand zufolge waren in der Gemeinde vom 25. Dezember bis zum 26. Jänner Giftköder ausgelegt worden, die von vier Hunden aufgenommen wurden. Erstes Opfer ist ein Labrador gewesen. Der Tatort war laut Polizei nicht exakt einzugrenzen, weil die Halterin mit ihrem Vierbeiner unter anderem auch im Wald unterwegs war. Sie übergab Beamten der Polizeiinspektion Pressbaum inzwischen eine Bescheinigung einer Tierklinik mit der Diagnose Vergiftung des Labradors durch Rattengift. Sie bezifferte den für sie entstandenen Schaden für die mehrwöchige Behandlung des Hundes mit etwa 4.000 Euro.

Ein Mops wurde vermutlich auch durch einen Köder vergiftet. Zwei weitere Hunde, ein Labrador und ein Mischling, wurden vom 20. bis 26. Jänner in der Dr. Niedermayr-Gasse zu Opfern. Sie befanden sich nach Polizeiangaben in diesem Zeitraum ausschließlich auf einem dortigen Grundstück. Der Labrador brachte am 26. Jänner einen rosa färbigen Köder in das Wohnobjekt, woraufhin die Besitzerin sofort einen Tierarzt aufsuchte, der den Vierbeinern nicht nur ein Brechmittel verabreichte, sondern auch feststellte, dass beide Hunde Teile des Köders gefressen hatten.

Hunde nicht von Leine lassen

Außerdem wurde am 22. Jänner nach einer anonymen Anzeige im Außenbereich der Wohnhausanlage "Aura Park" ein weiterer vermeintlicher Giftköder sichergestellt, der nunmehr untersucht und ausgewertet wird. In Pressbaum gilt derzeit die polizeiliche Aufforderung, Hunde nicht von der Leine und unbeaufsichtigt zu lassen. (APA, 4.2.2015)

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