Ehemalige Starkicker plädieren für Blatters Herausforderer

2. Februar 2015, 18:37
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Cruyff für van Praag, Raúl unterstützt Figo

Zürich - Die Gegner von Joseph Blatter bekommen Unterstützung von prominenten Ex-Fußballern. Die niederländische Legende Johan Cruyff sprach sich für seinen Landsmann Michael van Praag als künftigen Chef des Weltverbandes (Fifa) aus. "Ich kenne ihn inzwischen schon 50 Jahre, und wir sind immer noch gute Freunde", schrieb Cruyff in einer Kolumne. "Sollte er um meine Hilfe bitten, dann bekommt er sie."

Die Organisatoren der Präsidentschaftskampagne von Ex-Weltfußballer Luis Figo präsentierten am Montag gleich eine Handvoll neuer Fürsprecher des Portugiesen. "Luis Figo hat alle Qualitäten und Vernunft, die man für einen Wandel der Fifa zum Besseren braucht", wurde der brasilianische Ex-Weltmeister Roberto Carlos in einer Pressemitteilung zitiert. Auch der Franzose Patrick Vieira, die Briten Steve McManaman und Dwight Yorke sowie der Japaner Hidetoshi Nakata äußerten sich in dieser Weise.

Das halbe Dutzend

Zuvor hatten sich schon der Spanier Raúl Gonzalez und Deco für Figo ausgesprochen, der eigenen Angaben nach von den Verbänden Dänemarks, Luxemburgs, Mazedoniens, Montenegros und Polens sowie sowie durch seinen portugiesischen Landesverband nominiert worden ist.

Van Praag hatte in der vergangenen Woche seine Kandidatur öffentlich gemacht und dabei Amtsinhaber Blatter erneut heftig kritisiert. Zur Überraschung vieler Beobachter hatte er dem Schweizer aber einen Beraterposten angeboten. Cruyff verteidigte diesen Plan. "Blatter hat 40 Jahre Erfahrung mit der Fifa, und so ein Wissen schiebst du nicht beiseite", schrieb der Niederländer in der Tageszeitung De Telegraaf.

Außer Blatter, Figo und Van Praag tritt bei der Wahl am 29. Mai der jordanische Fifa-Vizepräsident Prinz Ali bin Al-Hussein an, der heute sein Programm vorstellen will. Der Franzose Jerome Champagne ist aus dem Rennen, da er die für eine Kandidatur nötigen Unterstützungserklärungen nicht erhalten hat. (sid, red - DER STANDARD, 3.2.2015)

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