Probleme der Banken drücken auf Markenwert

2. Februar 2015, 17:11
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Faule Kredite, Wertanpassungen, Beseitigung von Altlasten aus der Bilanz - all das drückt den Markenwert. In Österreich bleibt die Erste Group in Führung

Wien - Die Erste Group ist im Vorjahr die wertvollste Bankenmarke Österreichs geblieben, obwohl ihr Markenwert um 23 Prozent auf 2,6 Mrd. Dollar (2,3 Mrd. Euro) gesunken ist. An zweiter Stelle folgt die Raiffeisen Bank International (RBI) mit einem Markenwert von 1,7 Mrd. Dollar. Auch ihr Markenwert ist 2014 gesunken, nämlich um 13 Prozent. Auf Rang drei liegt die Bank Austria mit 1,0 Mrd. Dollar. Stark aufgeholt hat hingegen die Bawag PSK, ihr Markenwert stieg um 34 Prozent auf 316 Mio. Dollar. Unter die weltweit 500 wertvollsten Bankenmarken hat es auch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) geschafft. Ihr Markenwert stieg um acht Prozent auf 247 Mio. Dollar. Zu diesen Ergebnissen kommt eine im Auftrag des Financial Times-Magazins The Banker durchgeführte Markenwertstudie von "Brand Finance".

Bewertet wurde auf der Grundlage der Frage, welche Lizenzgebühren ein Unternehmen bezahlen müsste, wenn die Marke nicht im eigenen Besitz wäre. Stichtag war der 1. Jänner 2015, die jüngsten Entwicklungen bei der RBI sind also noch nicht im Ergebnis berücksichtigt. Der Grund für den Abrutsch der Erste Group waren hohe Verluste unter anderem wegen der Beseitigung von Altlasten in Ungarn und Rumänien.

Weltweit blieb die US-Bank Wells Fargo die wertvollste Bankenmarke. Sie konnte ihren Markenwert um 15 Prozent auf 34,9 Mrd. US-Dollar steigern. Auf Platz zwei folgt mit 27,5 Mrd. Dollar die chinesische ICBC (plus 20 Prozent). Auf dem dritten Platz landete die britische HSBC mit einem Markenwert von 27,3 Mrd. Dollar (plus zwei Prozent). (APA, DER STANDARD, 3.2.2015)

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