Neymar-Transfer: Gegen Bartomeu wird ermittelt

3. Februar 2015, 16:45
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Transfer habe den Club 94,9 Millionen Euro gekostet - Wahre Summe soll in Bilanz verheimlicht worden sein

Madrid - Die spanische Staatsanwaltschaft hat den Antrag gestellt, gegen den FC Barcelona und dessen früheren Präsidenten Sandro Rosell wegen Unregelmäßigkeiten bei der Verpflichtung von Neymar Anklage zu erheben. Der Madrider Staatsanwalt Jose Perals legte dem Verein und dem Ex-Clubchef am Montag zur Last, dem Finanzamt die wirkliche Ablösesumme für den brasilianischen Fußballstar verheimlicht zu haben.

Rosell hatte die Summe stets auf 57,1 Millionen Euro beziffert. In Wirklichkeit seien über Nebenverträge jedoch 82,7 Millionen Euro gezahlt worden, betonte der Staatsanwalt. Mit der fälligen Steuer von 12,2 Mio. Euro habe der Transfer den Club 94,9 Mio. Euro gekostet. Dem früheren Clubpräsidenten warf der Staatsanwalt vor, diese Summen in den Bilanzen des Vereins verheimlicht zu haben.

Barca hatte bereits 13,6 Millionen Euro Steuern an das Finanzamt nachgezahlt. Ob ein Prozess eröffnet wird, muss der zuständige Ermittlungsrichter Pablo Ruz entscheiden. Der gab am Dienstag diesem Antrag der Staatsanwaltschaft statt und lud auch den Clubchef für den 13. Februar zu einer Vernehmung vor.

Die Anklagebehörde legt Bartomeu zur Last, 2014 bei der Auszahlung einer Tranche der Transfersumme für den brasilianischen Fußballstar dem Finanzamt 2,8 Millionen Euro vorenthalten zu haben.

Der FC Barcelona wies die Vorwürfe energisch zurück. Der Club sei "überrascht und empört", betonte der spanische Vizemeister in einer Mitteilung. Er werde nicht hinnehmen, dass sein Ansehen beschädigt werde. Die Verpflichtung Neymars sei für den Verein ein "historischer und strategischer Schritt" gewesen. (APA; 2.2.2015)

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