Ratings: US-Behörden ermitteln gegen Moody's

2. Februar 2015, 07:12
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Weil die Agentur vor der Krise zu positive Bewertungen für Papiere abgab, könnte ihr nun eine Strafe des Justizministeriums drohen

New York - Auch die Ratingagentur Moody's steht einem Medienbericht zufolge wegen mutmaßlich zu positiver Bewertungen von Immobilienpapieren vor der Finanzkrise im Visier der US-Behörden. Die Ermittlungen des Justizministeriums stünden noch am Anfang, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zudem sei unklar, ob Moody's letztlich verklagt werde. Dem Bericht zufolge haben Vertreter des Justizministeriums mit früheren Managern des Unternehmens über die Bewertung komplizierter Wertpapiere gesprochen.

Das Justizministerium ermittelt bereits gegen den Moody's-Konkurrenten Standard & Poor's, der einem Bericht zufolge den Streit mit der Zahlung von rund 1,4 Milliarden Dollar beilegen will. Die Ermittler werfen S&P vor, riskante Wertpapiere vor Ausbruch der Finanzkrise lange mit zu guten Bonitätsnoten versehen zu haben, um seine Kunden nicht zu verlieren. (APA, 2.2.2015)

  • Während die US-Wirtschaft aus der Krise kommt, wird die Ratingagentur Moody's weiter von der Vergangenheit verfolgt.
    foto: apa/gombert

    Während die US-Wirtschaft aus der Krise kommt, wird die Ratingagentur Moody's weiter von der Vergangenheit verfolgt.

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