Tote bei Kämpfen in Ostukraine

1. Februar 2015, 12:40
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Erneut heftige Gefechte in Debaltsewe und Luhansk

Donezk/Luhansk - Bei heftigen Kämpfen in der Ostukraine sind nach Angaben von Regierung und Rebellen mindestens 19 Menschen getötet worden. Binnen 24 Stunden seien 13 Soldaten getötet und 20 weitere verletzt worden, erklärte ein ukrainischer Militärsprecher am Sonntag. Bei Gefechten rund um die Rebellenhochburgen Luhansk (Lugansk) und Donezk starben sechs Zivilisten.

Drei Zivilisten seien getötet und ein weiterer schwer verletzt worden, als ihre Häuser in zwei von der Regierung gehaltenen Orten in der Region von Luhansk beschossen worden seien, erklärte der örtliche Gouverneur Gennadi Moskal. Nach Angaben des Kiew-treuen Gouverneurs wurden zudem zwei ukrainische Soldaten durch Raketenfeuer in der schwer umkämpften Stadt Schastja nördlich von Luhansk getötet.

Ein Sprecher der prorussischen Separatisten erklärte, binnen 24 Stunden seien drei Zivilisten auf dem Gebiet der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk" getötet worden. 19 weitere seien verletzt worden. In der von Rebellen kontrollierten Stadt Makijiwka an der Grenze zu Donezk wurden drei Gebäude von Mörsergranaten getroffen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die schwersten Gefechte lieferten sich Regierungstruppen und Separatisten um den strategischen Transportknotenpunkt Debalzewe rund 50 Kilometer von Donezk entfernt. Verteidigungsminister Stepan Poltorak sagte am Samstag, Aufständische hätten "teilweise" die Kontrolle über die Stadt. Kiew dementierte jedoch Angaben der Rebellen, sie hätten dort rund 8.000 ukrainische Soldaten eingeschlossen.

Am Samstagabend waren im weißrussischen Minsk die jüngsten Friedensgespräche der Regierung in Kiew, der prorussischen Separatisten sowie Moskaus ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Konfliktparteien wiesen sich gegenseitig die Verantwortung für das Scheitern zu.

In dem seit neun Monaten andauernden Konflikt wurden bereits mehr als 5.000 Menschen getötet. Seit Anfang September gilt in der Ostukraine formal eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder gebrochen wird. (APA, 1.2.2015)

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