Netanjahus Frau soll Staat um Flaschenpfand geprellt haben

30. Jänner 2015, 21:09
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Israels Premier empört: "Falsche Vorwürfe" sollen "Linke an die Macht bringen"

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat mit Empörung auf Medienberichte reagiert, wonach seine Frau Sara den Einsatz für leere Flaschen eingestrichen haben soll, die zuvor auf Staatskosten gekauft worden waren.

In einem Facebook-Eintrag sprach Netanjahu am Freitag von Versuchen, seine rechtsgerichtete Likud-Partei bei der Parlamentswahl am 17. März mit "falschen Vorwürfen zu stürzen und die Linke an die Macht zu bringen".

900 Euro Flaschenpfand

Israelische Medien hatten zuvor berichtet, dass Sara Netanjahu während der zweiten Amtszeit ihren Mannes als Ministerpräsident (2009-2013) die von seinem Amt gekauften Flaschen leer selbst zum Supermarkt gebracht und den Einsatz behalten habe. Auf diese Weise hätten sie mindestens 4.000 Schekel (900,39 Euro) an öffentlichen Geldern eingestrichen. Nach Angaben der Zeitung "Haaretz" zahlten sie das Geld im Jahr 2013 zurück.

Ein früherer Angestellter Netanjahus sagte aber nun dem Blatt, dass das einbehaltene Pfand in Wirklichkeit um mehrere tausend Schekel höher gewesen sei. Laut "Haaretz" sollen sich nun die Justizbehörden mit dem Fall befassen. (APA, 30.1.2015)

  • Die Netanjahus.
    foto: ap/sinai

    Die Netanjahus.

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