Vier Verhaftungen bei Antiterroreinsatz in Belgien

30. Jänner 2015, 15:58
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Aktion gegen Verdächtige die nach Syrien reisen wollten

Brüssel - Bei einem Antiterroreinsatz hat die belgische Polizei vier mutmaßliche Jihadisten festgenommen. Sie stehen unter dem Verdacht, dass sie nach Syrien reisen wollten, um sich dort einer Terrororganisation anzuschließen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Freitag in Brüssel mit. Fahnder nahmen 22 Hausdurchsuchungen an verschiedenen Orten in Belgien vor.

Die Aktion habe das Ziel gehabt, eine Organisation zu zerschlagen, die potenzielle Jihadisten rekrutierte und ins Ausland schickte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen die Festnahmen nicht in Zusammenhang mit den Attentaten von Paris im Januar, bei denen 17 Unschuldige starben. Es gebe auch keine Verbindung zu dem Anti-Terroreinsatz Mitte Jänner im belgischen Verviers, wo zwei mutmaßliche Jihadisten getötet wurden.

Einsatz in Antwerpen und Genk

Bei den Hausdurchsuchungen seien keine Waffen oder Sprengstoff gefunden worden. Die Fahnder waren unter anderem in Antwerpen und Genk im Einsatz.

Bereits Mitte Jänner hatten belgische Sicherheitsbehörden bei einem Einsatz in Verviers zwei mutmaßliche Gotteskrieger getötet. 13 Personen wurden in Belgien festgenommen, zwei weitere in Frankreich. Griechenland hat zudem einen Verdächtigen, einen 33 Jahre alten Algerier, nach Belgien ausgeliefert, der in Haft ist. Ihm wird vorgeworfen, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein. (APA, 30.1.2015)

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