"Jeder verliert": PewDiePie kritisiert Nintendos Youtube-Politik

30. Jänner 2015, 15:37
56 Postings

Sharing-Modell macht Spiele unattraktiv und hemmt kleine Channels

Während andere Spielehersteller Youtubern prinzipiell freie Hand geben für Videorezensionen und "Let's Play"-Sessions, betreibt Nintendo ein eigenes Modell. So definiert der Konzern selber, für welche Spiele sie es den Videomachern gestatten, Geld mit Werbung auf Youtube zu lukrieren, schneidet dabei aber immer noch 30 bis 40 Prozent des Profits mit.

Ein Modell, das nun von einem der erfolgreichsten Videomacher im Games-Bereich stark kritisiert wird. Der Schwede Felix Kjellberg, auch bekannt als "PewDiePie", sieht keine Gewinner bei Nintendos System.

"Schlag ins Gesicht"

Während er, der mittlerweile 34 Millionen Abonnenten hat, bei der Auswahl der von ihm gezeigten Spiele flexibel sein kann, seien diese Restriktionen vor allem für kleinere Kanäle eine echte Hürde. Das Modell sei "ein Schlag ins Gesicht für alle Channels, die sich exklusiv mit Nintendo-Spielen befassen", schreibt er in seinem Blog. Und bei jenen, die auch andere Hersteller abdecken, würden Nintendo-Produktionen nun ans Ende der Prioritätenliste wandern. "Jeder verliert in diesem Szenario", so Kjellberg.

Dabei betont er auch, wie wichtig die Videoplattform für Spielehersteller sein kann und nutzt dabei "Minecraft" als Beispiel. Die ursprünglich kleine Produktion, meint er, sei erst zu einem guten Teil durch die Coverage auf YouTube zu einem Geschäft geworden, das Microsoft bei der Übernahme von Mojang letztlich 2,5 Milliarden Dollar wert war. (gpi, derStandard.at, 30.01.2015)

  • PewDiePie übt scharfe Kritik an Nintendos Umgang mit Youtubern.
    foto: youtube/pewdiepie

    PewDiePie übt scharfe Kritik an Nintendos Umgang mit Youtubern.

Share if you care.