SPÖ: Mehr Musik aus Österreich oder Quote für ORF-Radios

30. Jänner 2015, 14:11
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SPÖ-Kultursprecherin sieht ORF gefordert und droht mit neuer Diskussion über gesetzliche Verankerung der Quote - Anteil bei Ö3 bei elf Prozent

Wien - Es ist nicht der erste Vorstoß von SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel in punkto Musikquote für den ORF. In einer Aussendung am Freitag "erinnerte" sie den ORF an seine Verantwortung, heimische Musikschaffende zu unterstützen. Bei Ignoranz bringt Hakel wieder eine gesetzliche Regelung ins Spiel, die den ORF dazu verpflichte.

In die Pflicht nehmen möchte sie vor allem Ö3: "Mehr als jede dritte Österreicherin und jeder dritte Österreicher hört Ö3. Ich freue mich über den Erfolg des ORF, aber damit kommt dem Radiosender eine besondere Verantwortung zu, was die Berücksichtigung künstlerischer und kreativer Produktionen aus Österreich betrifft." Dieser Verantwortung komme Ö3 nicht in entsprechendem Ausmaß nach, kritisiert sie.

Ende 2014 ist die Musikcharta ausgelaufen. Das Ziel war eine Anhebung des Anteils österreichischer Musik in den ORF-Radios um jährlich zwei Prozentpunkte. "Zwar ist der Anteil an österreichischen Produktionen im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2013 gestiegen und beträgt nun etwa elf Prozent. Damit sind wir aber immer noch von den vereinbarten 15 Prozent entfernt", so Hakel in Bezug auf Ö3.

Der ORF habe nicht verstanden, dass mehr österreichische Musik in Ö3 eine "Win-Win-Situation" darstelle - für Künstler und ORF, glaubt Hakel. Und: "Sollte hier nicht endlich ein nachhaltiges Umdenken einsetzen, so müssen wir im Parlament die Diskussionen zur gesetzlichen Verankerung der Quote wieder aufnehmen." Für alle ORF-Radios verlangten Österreichs Musikschaffende zuletzt eine Quote von 40 Prozent. (red, derStandard.at, 30.1.2015)

  • Die SPÖ erneuerte eine alte Forderung: mehr österreichische Musik auf Ö3.
    foto: orf/schafler

    Die SPÖ erneuerte eine alte Forderung: mehr österreichische Musik auf Ö3.

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