Alltagsrassismus gegen Roma: Bittere Lektionen

Essay30. Jänner 2015, 17:01
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Die staatliche Anerkennung als Volksgruppe führt nicht unmittelbar zu gesellschaftlicher Anerkennung. In den 20 Jahren seit den Attentaten in Oberwart ist der alltägliche Rassismus gegen Roma nicht verschwunden

Einige Tage nach dem Anschlag auf die Roma von Oberwart traf ich auf der Straße einen Bekannten, einen älteren, bereits pensionierten Beamten, mit dem ich, wenn wir einander in den vergangenen Jahren über den Weg liefen, ein wenig über die Wechselfälle des Lebens zu plaudern pflegte. Der hinterhältige Anschlag, der die Republik in ihren Bann schlug, hatte auch auf ihn einen starken Eindruck gemacht, er war erregt, empört und rang darum, sich das, was vorgefallen war, richtig zu erklären. Nachdem er mir berichtet hatte, was er gehört und im Fernsehen gesehen hatte und was ihm seit Tagen durch den Kopf ging, fasste er sein Entsetzen in die Worte: "So kann man in einem zivilisierten Land doch nicht mit Ausländern umgehen."

Er war von dem Attentat zutiefst verunsichert und zeigte sich von ihm geradezu persönlich betroffen; als der österreichische Patriot, der er durchaus sein wollte, empfand er sogar so etwas wie Scham. Aber er hielt die Ermordeten von Oberwart - für Fremde; dabei lebten die Roma schon so lange im Burgenland, dass sie für eine urösterreichische Bevölkerungsgruppe gelten mussten, was ihnen vierzehn Monate vorher, als sie den fünf anderen "autochthonen" Volksgruppen gleichgestellt worden waren, auch staatsoffiziell und regierungsamtlich bestätigt worden war. Warum war der gebildete, politisch keineswegs verstockte Mann nicht in der Lage, sie als die wahrzunehmen, die sie waren, als Österreicher?

Das hat mit dem zu tun, was Historiker als die lange und die kurze Dauer in der Geschichte bezeichnet haben. Mit der langen Dauer, weil die Roma über die Jahrhunderte zwar nicht durchwegs nur verfolgt, aber dennoch niemals wirklich in die österreichische Bevölkerung aufgenommen wurden; auch nicht zu Zeiten der Habsburger, deren Monarchie übernational verfasst war und in deren Staatsmythologie der sprachlichen, ethnischen, religiösen, nationalen Vielfalt eine besondere Bedeutung zukam. An dieser Vielfalt der habsburgischen Völker hatten die Roma zwar Anteil, aber sie bezogen aus ihr kein Anrecht, sich inmitten der Völker als Gleiche unter Gleichen behaupten zu können. Die Jahrhunderte währende Missachtung der Roma führte ins "Zigeunerlager" Lackenbach, von dort ins Ghetto Lódz und von dort in die Vernichtungslager Chelmno und Auschwitz. Die kurze Geschichte beginnt 1945, als die wenigen Überlebenden nach Österreich zurückkehren, dort weder in ihren alten Besitz gesetzt werden noch mit Mitgefühl, Anerkennung, Respekt zu rechnen haben; und über sie und ihr Leiden das große Schweigen gebreitet wird, das die meisten Roma auch über sich selbst verhängen, schien die Erfahrung sie doch zu lehren, dass es für sie gefährlich ist, aufzufallen oder gar ihre Rechte einzufordern.

So wurden die Roma zu einer unsichtbaren Volksgruppe. In Wien tauchten die meisten von ihnen im großstädtischen Proletariat unter; wer einen auch nur bescheidenen Aufstieg schaffte, versuchte ohnedies, ein unauffälliges Leben zu führen, und die, die zu Hause im Burgenland geblieben waren, hausten in eigenen Siedlungen und mussten ertragen, dass ihre Kinder in Sonderschulen abgedrängt wurden und ihren Jugendlichen der Zutritt zu den Diskotheken, der natürliche Kontakt mit den Gleichaltrigen der Gegend verwehrt blieb. Erst recht im Westen Österreichs waren die österreichischen Roma in der Bevölkerung so gut wie unbekannt. Alte Leute mochten noch manchmal von den Scherenschleifern erzählen, die früher durch die Wohnsiedlungen zogen und die stumpfen Haushaltsmesser schärften. Aber sonst? Roma, das waren ungarische Zigeunermusiker, schwarzlockige Figuren aus dem Film, schmachtende Gestalten der internationalen Folklore. Das hat sich seither geändert.

Meinem Bekannten, der vor einigen Jahren verstorben ist, würde der Irrtum von damals heute nicht mehr widerfahren. Dass es Roma gibt, die Österreicher sind, ist inzwischen in Österreich allgemein bekannt. Das mutet als geringer Fortschritt an. Ich weiß noch, dass ich 1993, als der Nationalrat die Roma als österreichische Volksgruppe anerkannte, nicht Genugtuung empfand, dass es endlich so weit war, sondern Empörung, dass es so lange gedauert hatte; ich hielt dies für ein historisches Versäumnis und politisches Verhängnis und beides wieder einmal für typisch österreichisch. Und es stimmte ja, natürlich hatte sich die Republik um Jahrzehnte verspätet zu den Roma unseres Landes bekannt! Ausgerechnet burgenländische Roma haben mich jedoch darüber belehrt, dass Österreich ein im europäischen Maßstab vorbildliches Gesetz erlassen habe; und als Österreich 1995 Mitglied der Europäischen Union wurde, war es tatsächlich das einzige Land, das die Roma bereits als Volksgruppe anerkannte. Beim Begräbnis der vier Ermordeten wiederum waren die ganze Regierung und viel halbseidene Prominenz in Oberwart angetreten, um in telegener Betroffenheit vor den Kameras zu posieren, was mich gleich wieder empörte. Und handelte es sich etwa nicht um einen Akt der Heuchelei? Gleichwohl muss ich mich im Nachhinein tadeln, die Dimensionen damals nicht richtig erkannt zu haben: Dass die Roma 1993 als Volksgruppe anerkannt wurden, bleibt ein wichtiger Schritt, für sie, für die österreichische Gesellschaft, für Europa; und dass die Regierung vollzählig zur Trauerfeier erschien, war das Beste, was sie in dieser Situation machen konnte, eine symbolische Handlung, die angebracht war und die Verantwortung Österreichs für Status und Sicherheit der österreichischen Roma unterstrich.

Recht auf Sichtbarkeit

Die Roma wurden neuerlich zum Opfer, just als sie aus der Unsichtbarkeit heraustraten. Ich weiß nicht, ob das eine mit dem anderen zusammenhängt, ob also der Attentäter selbst die Roma erst als Feinde entdeckte, nachdem sie und weil sie zuvor als Volksgruppe sichtbar geworden waren. Der Kampf der Roma um ihre Rechte wird jedenfalls bis heute auch um das Recht auf Sichtbarkeit geführt. Immer mehr wollen sich nicht mehr darein fügen, Herkunft und Identität verleugnen zu müssen - am Arbeitsplatz, am Wohnort, im Verein, sogar vor Freunden und selbst in manchen Liebesbeziehungen. Müssen sie sich wirklich nicht mehr verbergen, heute, zwanzig Jahre nach dem Anschlag, der in vielen Österreichern erst das Bewusstsein weckte, dass es sie überhaupt gibt, die österreichischen Roma?

Wer einen künstlerischen Beruf ausübt - und erst recht, wenn es sich gemäß dem Klischee von der genetisch verwurzelten Musikalität der "Zigeuner" um einen Musiker handelt -, dem mag es leichter fallen, sich in der Öffentlichkeit als Rom zu bekennen. Aber selbst da zaudern nicht wenige. So präsentiert sich zwar ein Bläser der Wiener Philharmoniker bei gegebenem Anlass als Rom, das Mitglied einer namhaften kammermusikalischen Gruppe hingegen zieht es weiterhin vor, die familiäre Mystifikation seiner Abstammung zu betreiben. Es ist verlockend, aber hochmütig, derlei leichthin als übertriebene Vorsicht abzutun, ja als Feigheit zu denunzieren. Ich kenne einen Juristen, der sich nicht und nicht dazu überwinden kann, selbstbewusst auf seine Herkunft aus einer Roma-Familie zu verweisen. Die vorsätzliche Vertuschung seiner Herkunft hat er mir wiederholt damit begründet, dass er seine Kinder, die das Gymnasium besuchen, schützen und ihnen die Auseinandersetzungen ersparen möchte, in die sie womöglich in der Schule, im Freundeskreis verstrickt werden würden, sobald bekannt wird, dass sie einen Rom zum Vater haben; ich fürchte, sie wissen es bis heute selber nicht. Ich mag nicht darüber urteilen, ob diese Sorge bei einem so fest im Bürgertum verankerten Menschen angebracht ist; bemerkenswerterweise ist es seine Frau - sie ist keine Romni und hat ethnische Benachteiligung oder rassistische Diffamierung nie erleiden müssen -, die seine Bedenken für unangemessen hält und ihn, bisher vergeblich, ermuntert, seine Herkunft nicht länger zu verleugnen.

Die Sache ist also selbst für Menschen, die über beruflichen Erfolg, sozialen Status, Wohlstand verfügen, nicht so einfach. Erst recht für Arbeiter und Angestellte bedeutet es immer noch ein Wagnis, sich in ihrem beruflichen Umfeld als Roma erkennen zu geben.

Manche, die es dennoch taten, waren von der positiven Resonanz überrascht; andere mussten erleben, wie rasch sie von wohlgelittenen Kollegen zu Opfern perfiden Mobbings wurden. Die tägliche Gemeinheit, der sie ausgesetzt waren und mit der sie nicht gerechnet hatten, geht dabei oft nicht von der Firmenleitung aus, sondern von einzelnen Kollegen, die sich benachteiligt, abgewiesen, zu wenig geschätzt und deswegen berechtigt fühlen, die Hatz auf jene zu eröffnen, in denen sie endlich Schwächere gefunden zu haben meinen. Mir ist der Fall einer Angestellten bekannt, die jahrelang in bestem Einvernehmen mit ihren Kollegen stand, bis, ja bis sie sich bei privatem Anlass als Romni zu erkennen gab. Darauf begann es mit vermeintlich harmloser Spöttelei, die sich zur täglichen Beleidi- gung steigerte, aus der notorische Verleumdung wurde; irgendwann gab die Frau zermürbt auf, verließ die Firma und die Stadt, Triumph des alltäglichen, gutgelaunten Faschismus.

Die staatliche Anerkennung als Volksgruppe ist wichtig, aber führt nicht unmittelbar zu gesellschaftlicher Anerkennung. Der institutionelle Rassismus kann per Verordnung für abgeschafft erklärt und in die Schranken gewiesen werden, der alltägliche Rassismus verschwindet deswegen noch nicht wie von selbst aus der Welt. Offen bekundeter Rassismus, mit Sanktionen belegt, zieht sich vorsichtig aus der öffentlichen Sphäre zurück; der unterschwellige, nicht weniger bösartige und folgenreiche Rassismus, ausgeübt von Menschen, die sich selbst niemals als Rassisten bezeichnen würden, ist jedoch per Dekret und Gesetz allein nicht in den Griff zu bekommen.

Man muss sich in Erinnerung rufen, dass es nicht die aufbegehrenden Österreicher und Österreicherinnen waren, die einem autoritären Staat die gleichen Rechte für alle Menschen, auch für die Roma, abtrotzten; umgekehrt war es der Staat, der ein Gesetz erließ, von dessen Notwendigkeit die Staatsbürger in ihrer Mehrheit noch gar nicht überzeugt gewesen sein mochten, sofern sie sich überhaupt damit beschäftigt hatten.

Der Normalfall bürgerlichen Fortschritts, dass revoltierende Untertanen die Obrigkeit zu Reformen zwingen, dass also die Gesellschaft dem Staat Freiheiten ab- verlangt, war in Österreich die historische Ausnahme. Viel häufiger war es von Kaiser Joseph II. bis zum Kanzler Bruno Kreisky gerade umgekehrt: dass ein sich reformierender Staat die Menschen suchen musste, die bereit waren, seine Reformen zu akzeptieren. Der österreichische Staat hat, indem er die Roma 1993 als Volksgruppe anerkannte, einerseits einen Akt gesetzt, der überfällig war; und andrerseits staatlich etwas vorweggenommen, wofür sich die Gesellschaft noch nicht einsetzen wollte oder gar zu begeistern war. Denn außer den Roma selbst, die sich in den Jahrzehnten davor als Volksgruppe zu verstehen und politisch zu organisieren begonnenen hatten, waren es nur relativ wenige und kleine Gruppen der österreichischen Gesellschaft, die sich überhaupt für diese Reform interessierten und den Roma in ihrem berechtigten Streben nach Anerkennung beistanden.

Aussichtslose Lage

Ist es den Roma seit Mitte der Neunzigerjahre gelungen, ihre soziale Lage zu verbessern? Ja, was Bildung und Ausbildung der Kinder betrifft, die heute nicht wie selbstverständlich in Sonderschulen abgeschoben werden und von denen nach und nach etliche die Hochschulreife und universitäre Abschlüsse erlangen. Nein, was die finanziellen Mittel, die materielle Situation der allermeisten von ihnen angeht. Das hat weniger mit überkommenem Rassismus als mit der ökonomischen und politischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu tun, mit der neoliberalen Attacke auf den Sozialstaat, der zuerst ideologisch verächtlich gemacht und medial mit seinem angeblich massenhaft praktizierten Missbrauch identifiziert, schließlich zum Hemmnis jedweden ökonomischen Fortschritts erklärt wurde. Die Finanzkrise haben jene, die sie verursacht haben, dazu genützt, den Sozialstaat im ganzen Reichsgebiet der Europäischen Union sturmreif zu schießen. Das hat nicht nur die Roma betroffen, sondern Abermillionen Europäer, und es wäre klug, die aussichtslose Lage, in die die Roma in vielen Ländern geraten sind, nicht immer nur unter ethnischen Gesichtspunkten zu beklagen; sie hat vielmehr damit zu tun, dass die Armut ausgerechnet in das reichste Europa zurückgekehrt ist, das es in der Geschichte jemals gegeben hat.

Es ist eine bittere Lektion, aber gesellschaftliche Emanzipation lässt sich nur schwer vorantreiben, wenn sich die materielle, finanzielle Lage derer, die gerade erst dabei waren, sich selbst als gesellschaftliche Kraft zu entdecken und kulturell zu behaupten, verschlechtert; dann werden die besten Kräfte für das Überleben im Alltag aufgebraucht, und umgekehrt wächst auch die Verlockung, sich wieder der gesellschaftlichen Apathie zu ergeben, die man gerade erst dabei war abzuschütteln.

In denselben Neunzigerjahren, in denen die alteingesessenen österreichischen Roma staatlich anerkannt und zugleich Opfer des Bombenterrors wurden, hat der Balkankrieg abertausende Roma vom Balkan nach Österreich gespült. Sie kamen als Serben, Kroaten, Mazedonier, Bosnier, und viele von ihnen rechnen sich heute noch diesen Migrationsgruppen zu. Andere haben ihr wie stark auch immer ausgeprägtes Bewusstsein als Roma bewahrt, und durch sie ist die Gruppe der autochthonen österreichischen Roma sowohl herausgefordert als auch de facto erheblich vergrößert worden. Viele der eingesessenen Roma haben sich den Zuzüglern gegenüber als hilfsbereit erwiesen, in Vereinen und Freundeskreisen die Neuangekommenen unterstützt; andere, auch hierin ganz die Österreicher, die sie immer waren, selbst wenn ihnen dieser Status die längste Zeit abgesprochen wurde, sind ihnen argwöhnisch, misstrauisch, feindselig begegnet.

Die Wirtschaftskrise, verschärft durch die Finanzkrise, hat für die österreichischen Roma eine weitere dramatische Folge gezeitigt. Sie hat die Roma Osteuropas in solches Elend gestürzt, dass viele von ihnen keine andere Lebenschance für sich und ihre Familien mehr sahen, als ziellos nur irgendwohin gen Westen aufzubrechen. Jetzt sitzen sie als Strandgut der europäischen Ökonomie in den schmucken Fußgängerzonen unserer Städte; mit ihrer schieren körperlichen Präsenz bezwecken sie nichts anderes, als mitten unter uns sichtbar zu werden, sie, deren Schicksal uns weder empört noch erschüttert hätte, wenn sie nur im Morast ihrer fernen Slums stecken geblieben und unauffällig verreckt wären. Diese Sichtbarkeit, die sich die Europäer des Wohlstands nicht zumuten lassen möchten, ist die einzige Chance, die sie haben, ihr Elend auch zu unserem Problem zu machen.

An der Verwüstung der osteuropäischen Wirtschaft haben die westlichen Konzerne, darunter viele österreichische, die längste Zeit bestens verdient; nun sind wir alle gezwungen, uns ihren sichtbaren Folgen in Gestalt heimatloser, aus der Bahn geworfener Betteleuropäer anzuschauen. Es ist sehr gut, dass diese Roma nicht brav in ihren Slums geblieben sind, um dort unbeachtet vor die Hunde zu gehen, sondern uns überall durch ihren bloßen Anblick daran erinnern, was in ihren Ländern, nein, in unserem Europa geschieht.

Die massenhafte Armutsmigration der Roma hat, so wie zu- vor der Balkankrieg mit seinen Flüchtlingen und Vertriebenen, deren Volksgruppe im Westen Europas vergrößert, aber zugleich in ihrem Status neuerlich gefährdet. Nur langsam und noch längst nicht so stark, wie es notwendig wäre, hat sich in den letzten Jahren eine Schicht von Roma gebildet, die, beruflich erfolgreich, in die österreichische Gesellschaft integriert ist und dieser damit auch ein anderes Bild ihrer ganzen Volksgruppe vermittelt. Im Ansturm der Elenden, der Bettler aus dem Osten wird dieses Bild gleich wieder ganz anders gemalt, in düsteren Farben, mit gefährlichen Szenerien und zerlumpten Menschen. In dieser Situation muss es eine große Versuchung für die österreichischen Roma sein, sich von den Elendsroma des Ostens zu distanzieren, ängstlich darauf zu achten, nur ja nicht mit ihnen identifiziert zu werden, aggressiv auf deren Präsenz im Stadtbild und in den Medien zu reagieren. Ich glaube, dass sich die Mehrheit der österreichischen Roma gegen diese Versuchung behauptet und eben nicht versucht hat, sich beflissen von ihren Elendsgeschwistern abzugrenzen. Zu ihnen zu stehen, ja sich mit ihren Anliegen zu solidarisieren, das ist eine große Leistung, die den österreichischen Roma abverlangt wird; aber ich müsste mich bitterlich täuschen, wenn nicht viele von ihnen sich darin bewährt haben. (Karl Markus Gauß, Album, DER STANDARD, 31.1./1.2.2015)

Karl-Markus Gauß, Jg. 1954, ist Schriftsteller, Essayist und Kritiker. Dieser Text stammt aus dem von Erich Schneller und Annemarie Klinger herausgegebenen Buch "Das Attentat von Oberwart - Terror, Schock und Wendepunkt", erschienen in der Edition Lex Liszt. Das Buch wird am 3. Februar um 18 Uhr im Parlament präsentiert.

  • Der Musiker Goran Bregovic spielt Gitarre: Wer einen künstlerischen Beruf ausübt, dem mag es leichter fallen, sich in der Öffentlichkeit als Rom zu bekennen.
    foto: ap / amel emric

    Der Musiker Goran Bregovic spielt Gitarre: Wer einen künstlerischen Beruf ausübt, dem mag es leichter fallen, sich in der Öffentlichkeit als Rom zu bekennen.

  • Jetzt sitzen sie als Strandgut der europäischen Ökonomie in den schmucken Fußgängerzonen unserer Städte; mit ihrer schieren körperlichen Präsenz bezwecken sie nichts anderes, als mitten unter uns sichtbar zu werden ...

    Jetzt sitzen sie als Strandgut der europäischen Ökonomie in den schmucken Fußgängerzonen unserer Städte; mit ihrer schieren körperlichen Präsenz bezwecken sie nichts anderes, als mitten unter uns sichtbar zu werden ...

  • Karl-Markus Gauß.
    foto: urban

    Karl-Markus Gauß.

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