Reyna von Grödig nach Leipzig

29. Jänner 2015, 16:07
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Peruanischer Stürmer wechselt vom Tabellensiebenten zum Salzburger Partnerclub

Belek - Der Fußball-Bundesligist SV Grödig hat am Donnerstag im Trainingslager in Side einen rabenschwarzen Tag erlebt. Einerseits ging mit Yordy Reyna der im Herbst elffache Torschütze und somit Topstürmer von Bord und zum deutschen Zweitligisten RasenBallsport Leipzig, zum anderen musste Einsergoalie Cican Stankovic krankheitsbedingt ins Krankenhaus in Manavgat gebracht werden.

Der im Sommer nach Salzburg wechselnde Goalie klagte in der Früh im Hotel über Bauchschmerzen und wurde noch am Donnerstagabend am Blinddarm operiert. Krankheitsbedingt nicht fit sind seit Donnerstag im Grödiger Lager auch Philipp Huspek, Daniel Schütz und Simon Handle. So verkam der Test gegen den FC Vaduz (0:2), bei dem auch der angeschlagene Tomi fehlte, zur Nebensache.

Leihen

Reyna war beim Aufwärmen für die Partie in Side noch dabei, hätte von Beginn an spielen sollen. Dann kam allerdings die Transferinfo und der 21-Jährige reiste noch am Donnerstagabend aus der Türkei ab. "Ich habe es selbst erst heute Mittag erfahren, aber man kann einem jungen Mann so eine Chance nicht verbauen, auch wenn es uns zum jetzigen Zeitpunkt natürlich wehtut", sagte Grödig-Manager Christian Haas.

Grödig hatte den peruanischen Teamstürmer nur von Salzburg ausgeliehen, die "Bullen" verliehen ihn nun einmal bis Sommer an ihren deutschen Partnerclub weiter. Die Ostdeutschen reagierten damit auf den nicht zustande gekommenen Transfer von Nils Quaschner. Am Dienstag war bekannt geworden, dass der eigentlich geplante Neuzugang von der FIFA keine Spielberechtigung für Leipzig bekommen würde, weil er in dieser Saison bereits für Salzburg und den FC Liefering gespielt hatte.

Bittere Pille

Für Grödig-Trainer Michael Baur änderte sich schlagartig vieles, stehen doch auf einmal und aus heiterem Himmel zwei Leistungsträger nicht zur Verfügung. "Ich habe einen gewissen Plan im Kopf gehabt, der hat sich jetzt in Luft aufgelöst. Wir werden es aber annehmen wie es ist und das Beste daraus machen", sagte der Tiroler.

Stankovic wird laut Baur beim Saisonstart sicher fehlen. "Es wird sicher drei Wochen dauern, bis er überhaupt wieder ins Training einsteigen kann", vermutete der Grödig-Coach. Deshalb darf sich nun Pirmin Strasser als Nummer eins versuchen. (APA, 29.1.2015)

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