Ein Jahr nach Absturz: MH370-Passagiere für tot erklärt, Suche geht weiter

29. Jänner 2015, 13:50
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Angehörige können dadurch Entschädigungen erhalten, abgestürzte Maschine weiterhin verschollen

Kuala Lumpur/Peking – Malaysia hat alle Passagiere des vermissten Fluges MH370 für tot erklärt. Das ist die Voraussetzung dafür, dass den Angehörigen Entschädigungen ausgezahlt werden können. Die Suche nach dem Flugzeug gehe weiter, sagte Azharuddin Abdul Rahman, Chef der zivilen Luftfahrtbehörde, am Donnerstag in Kuala Lumpur.

Gerüchten über ein Ende der Suche hatten in Peking zu Protesten von Angehörigen chinesischer Opfer geführt. Mehr als ein Dutzend von ihnen wurden am Donnerstag bei einer Demonstration nahe der malaysischen Botschaft von der Polizei abgeführt, wie Familien in sozialen Medien berichteten.

Die Passagiermaschine war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden, zwei Drittel der Fluggäste waren Chinesen. Es sei nach 327 Tagen Suche "äußerst unwahrscheinlich", dass jemand überlebt habe, sagte ein Sprecher des malaysischen Verkehrsministeriums. Die Regierung gehe nun offiziell von einem Unglück aus, bei dem alle 239 Personen an Bord getötet wurden.

Absturz im südlichen Indischen Ozean

Die Suchmannschaften glauben, dass das Flugzeug der Malaysia Airlines im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist, tausende Kilometer von der ursprünglichen Flugroute entfernt. Dort ist das Meer laut Verkehrsministerium teilweise mehr als 6.000 Meter tief.

Was mit der Boeing 777-200 passierte, ist weiterhin völlig unklar. "Gute Nacht, Malaysian drei sieben null", waren die letzten Worte aus dem Cockpit. Dann verschwand die Maschine vom Radar. Es gab keinerlei Hinweise auf schlechtes Wetter, einen technischen Defekt oder eine Entführung. Laut Experten lassen sich die letzten Stunden an Bord nicht ohne die Blackboxen rekonstruieren, und die wurden nie gefunden.

Das Suchgebiet umfasste rund 600.000 Quadratkilometer zwischen Sumatra und dem südlichen Indischen Ozean. Nach einer weiteren Auswertung der Satellitensignale koordiniert Australien die Wracksuche rund 2.000 Kilometer westlich von Perth. Es wurde eine der aufwändigsten Suchaktionen in der Geschichte der Luftfahrt mit Dutzenden Schiffen und Flugzeugen. (APA, 29.1.2015)

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