China besorgt über Privatisierungsstopp für Hafen von Piräus

29. Jänner 2015, 12:57
4 Postings

Ministerium: Griechenland muss Rechte chinesischer Firmen achten

Peking/Athen- Mit Besorgnis hat China auf den von der neuen griechischen Regierung verhängten Privatisierungsstopp für den Hafen von Piräus reagiert. Die Entscheidung von Ministerpräsident Alexis Tsipras "beunruhigt uns sehr", sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums am Donnerstag in Peking.

"Wir raten der griechischen Regierung, die Rechte und berechtigten Interessen von chinesischen Firmen in Griechenland zu achten."

Der Ministeriumssprecher verwies dabei auf den chinesischen Mischkonzern Cosco, der bereits seit Jahren einen Großteil des Handels am Hafen von Piräus umschlägt. Cosco gehören dort bereits zwei Containerterminals. Das Unternehmen strebte darüber hinaus an, dem griechischen Staat seine Anteile von 67 Prozent an der Hafengesellschaft von Piräus abzukaufen.

Die Privatisierung des Hafens von Piräus war von der früheren Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras vorangetrieben worden. Sie war eine Auflage der internationalen Geldgeber, die Griechenland im Gegenzug hohe Finanzhilfen gewährten. Samaras' Nachfolger Tsipras gab am Mittwoch jedoch eine Abkehr vom rigiden Sparkurs bekannt. (APA, 29.1.2015)

Share if you care.