Hotels dürfen mobile WLAN-Hotspots nicht blockieren

29. Jänner 2015, 11:59
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US-Behörde FCC verspricht "aggressives Vorgehen" gegen Störsender, verhängt massive Bußgelder

Dürfen Hotels private WLAN-Netze auf ihrem Grundstück blockieren, um Gäste so zur (kostenpflichtigen) Nutzung eigener Angebote zu zwingen? Diese Frage stand im Zentrum eines Streits zwischen der Hotelkette Marriott und der US-Behörde FCC. Die hat sich nun entschieden: "Personen oder Unternehmen, die absichtlich WLAN-Hotspots stören, werden juristisch geahndet", so die FCC in einer Stellungnahme.

Grundrecht

Laut Spiegel bezeichnet die US-Regulierungsbehörde, die etwa durch den Streit um Netzneutralität ins Blicklicht der Öffentlichkeit rückte, die "funkgestützte Kommunikation" als Grundrecht, in das Hotelketten nicht eingreifen dürfen. Im Oktober wurde Marriott bereits zu einem Bußgeld in der Höhe von 600.000 Dollar verurteilt, was vom Hotelkonzern angefochten wurde.

Microsoft und Google mischen sich ein

Daraufhin hatten sich Techgiganten wie Microsoft und Google eindeutig für ein Verbot von Störaktionen ausgesprochen. Das nun veröffentlichte Statement der FCC setzt den Begehrlichkeiten der Hotelbranche nun einen Riegel vor. Allerdings könnte laut Ars Technica noch eine gesetzliche Regulierung folgen, die den aktuellen Entscheid wieder umwirft. Die Hoteliers setzen dabei auf das Argument der Cybersicherheit, fremde WLAN-Netze würden diese gefährden. (fsc, derStandard.at, 29.1.2015)

  • Marriott wollte Hotelgäste dazu zwingen, hoteleigene WLAN-Netze zu nutzen
    foto: ap/willens

    Marriott wollte Hotelgäste dazu zwingen, hoteleigene WLAN-Netze zu nutzen

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