Facebook macht bereits 60 Prozent des Werbeumsatzes mobil

29. Jänner 2015, 11:22
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Gewinn im vierten Quartal um 34 Prozent gestiegen - 1,39 Milliarden Nutzer

San Francisco (Kalifornien)/Menlo Park - Facebook bleibt auf Wachstumskurs. Dank einer großen Nachfrage nach Werbeanzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets steigerte das weltgrößte Internet-Netzwerk den Umsatz im vierten Quartal um 49 Prozent auf 3,85 Milliarden Dollar (3,39 Mrd. Euro).

Damit übertraf der Twitter-Konkurrent die Erwartungen. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 3,77 Milliarden Dollar gerechnet.

Den Gewinn je Aktie bezifferte Facebook am Mittwoch mit 54 Cent, was ebenfalls über den durchschnittlichen Schätzungen der Experten lag. Im Vorjahresquartal hatte Facebook 32 Cent je Dividendenpapier verdient. Der Nettogewinn stieg um 34 Prozent auf 701 Millionen Dollar.

Mobil steigt weiter

Facebook hält mit dem Trend zum mobilen Internet mit. Die Reklame auf diesen Geräten machte verglichen mit dem gesamten Werbeumsatz 69 Prozent nach 53 Prozent im Vorjahr aus. Die Zahl der monatlichen Nutzer bezifferte Facebook auf 1,39 Milliarden. "Wir haben 2014 viel geschafft", erklärte Firmengründer Mark Zuckerberg. "Unsere Gemeinschaft wächst weiter, und wir machen Fortschritte dabei, die Welt zu vernetzen."

Im nachbörslichen Handel gab die Facebook-Aktie knapp drei Prozent nach. Für Anleger gibt es zudem ein Haar in der Zahlensuppe, und zwar die steigenden Kosten. Von September bis Dezember stiegen sie um 87 Prozent auf 2,72 Milliarden Dollar an. Im Oktober hatte Zuckerberg bereits einen kräftigen Anstieg der Ausgaben angekündigt und Investoren damit verunsichert.

Facebook will in großem Stil in Forschung und Entwicklung investieren, um seine Marktstellung zu behaupten. Der Konzern muss Lösungen finden, um Töchter wie den 3D-Brillenspezialisten Oculus VR oder WhatsApp profitabel zu machen.

Twitter legt seine Quartalszahlen am 5. Februar vor. Allerdings ist der Kurznachrichtendienst mit rund 300 Millionen aktiven Mitgliedern wesentlich kleiner als Facebook. (APA/Reuters/AFP, 29.1.2015)

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