"Super Mario Bros." und der Trick, der vor 30 Jahren viele Nerven gerettet hätte

29. Jänner 2015, 10:36
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Damals hieß es noch: "Nach dem Ableben von vorne anfangen"

Vor 30 Jahren sahen Videospiele nicht nur fies aus (Achtung: Blasphemie!), sie waren auch richtig fies designt. Keine Tutorials, keine Speicherfunktion, keine Selbstheilung und keine Gnade. Wenn man beispielsweise in "Super Mario Bros.", das 2015 seinen 30. Geburtstag feiert, im höchsten Level alle seine Leben verbraucht hatte, hieß es "Pech gehabt", und man musste wieder ganz von vorne anfangen.

Es sei denn, man wusste über eine ganz bestimmte Tastenkombination Bescheid. Drückt man nämlich nach dem virtuellen Ableben A + Start im Hauptmenü, darf man wieder beim letztgespielten Level anfangen.

Bizarres Universum

Wenngleich diese Erkenntnis nicht unter so schwer herausfindbare Tricks wie die unendlich Leben schenkende Bohnenranke fällt, dürfte die Funktion selbst viele Games-Veteranen auch heute noch vor den Kopf stoßen. Das zeigt ein aktuell vielbeachteter Beitrag auf "Reddit", der in diesen Tagen mehr als 400 Kommentare erstaunter "Super Mario"-Fans hervorrief. "Ich habe das Spiel zum Erscheinungstag gekauft und habe das erst jetzt herausgefunden", schreibt "Reddit"-User Sivablue. "Wie konnte ich das bloß nicht wissen", ärgert sich ein anderer Nutzer. "Es sind verrückte Dinge wie diese, die mich glauben lassen, dass ich im Laufe der Jahre in ein bizarres Universum gerutscht bin." Umso erstaunter zeigen sich einige Spieler, dass sie diesen Trick nicht kannten, während der wesentlich aufwendigere "Konami-Code" in aller Munde war.

Nostalgie

Dass die Level-Neustart-Kombination damals wie heute nicht allgemein bekannt war, ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Nintendo das Feature nirgendwo dokumentierte. Gleichzeitig gab es ohne allgemein zugängliches Internet damals nicht die einfachen Verbreitungsmöglichkeiten für Wissen, wie es sie heute gibt. "A + Start" in einem öffentlichen Foreneintrag hätte die Nerven einer ganzen Generation von Spielern geschont. Gleichzeitig lässt das Nichtwissen über derartige Hilfen nostalgische Gefühle aufkommen – für eine Zeit, in der das Durchspielen von Games noch ein besonderes Maß an Konzentration erforderte und nicht nur eine Frage der Spielzeit war. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 29.1.2015)

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