Gefesselte Leiche: Polizei wertet Internetaktivitäten aus

28. Jänner 2015, 15:59
38 Postings

Spurensuche in Wohnung des transsexuellen Opfers weiter im Gang

Wien - Im Fall einer in einer Wohnung in Wien-Ottakring getöteten 35-jährigen Person war die Tatortarbeit am Mittwoch noch im Gange. Bei dem gefesselt zurückgelassenen transsexuellen Opfer wurden nach bisherigem Ermittlungsstand keine Spuren gefunden, die auf einen Kampf hindeuten. Das Landeskriminalamt Wien wertet bei der Suche nach dem Täter auch die Internetaktivitäten der Toten aus.

Die 35-jährige "Trans*frau" hat nach Angaben der Polizei vor ihrem Ableben häufig diverse, auch einschlägige, Internetforen frequentiert, ebenso gibt es einen Facebook-Account. Dass das am Sonntag tot aufgefundene Opfer der Prostitution nachging, wurde am heutigen Mittwoch ebenfalls bestätigt.

Toxologisches Gutachten

Obwohl die Obduktion eindeutig Tod durch Ersticken festgestellt hat, wird zusätzlich noch ein toxologisches Gutachten erstellt, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Man geht auch davon aus, dass Bargeld aus der Wohnung in der Haymerlegasse entwendet wurde, jedoch sind die Ermittlungen hier noch nicht abgeschlossen.

Offiziell sprechen die Ermittler von einem Mann. Der aus der Türkei stammende 35-Jährige war Asylwerber und kam im vergangenen Sommer nach Österreich. Der Todeszeitpunkt lag beim Auffinden der Leiche eineinhalb bis zwei Wochen zurück. Ein Freund hatte sich Sorgen gemacht und die Polizei verständigt, daraufhin wurde die Wohnung geöffnet. (APA, 28.1.2015)

Share if you care.