Pottwal verteidigt sich mit einer Wolke aus Kot

28. Jänner 2015, 15:29
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Unterwasserfotograf hält ungewöhnliche Begegnung fest: Bilder im "New Scientist" veröffentlicht

Mit knapp 20 Metern Länge und einem Gewicht von 50 Tonnen sind Pottwale die größten Jäger unseres Planeten. Ein ausgewachsenes Exemplar hat keine natürlichen Feinde - und doch scheint sich die Spezies einen Verteidigungsmechanismus bewahrt zu haben, den man auch von ihrem nächsten Verwandten, dem bedeutend kleineren Zwergpottwal, kennt.

Eine entsprechende Erfahrung machte der kanadische Unterwasserfotograf Keri Wilk bei einem Tauchgang in der Karibik: Er fotografierte einen Pottwal, der sich von Wilk und dessen Team offenbar gestört fühlte und deshalb in die Pottwal-Trickkiste griff: Erst ließ der Wal eine große Ladung Kot ab, dann wirbelte er das Wasser auf und hüllte die Störenfriede in eine braune Wolke. Wilk sprach anschließend von einem "Poonado".

Im "New Scientist" sind zwei vergrößerbare Fotos der Begegnung zu sehen, die das selten gesichtete Phänomen festhalten. Darüberhinaus ist Wilks Website mit ihren spektakulären Aufnahmen von Meerestieren ebenfalls einen Besuch wert.

--> New Scientist: "Sperm whale's emergency evacuation... of its bowels"

--> Keri Wilks Website

(jdo, derStandard.at, 28. 1. 2015)

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