Berufspraktische Tage oder Praktikum 

28. Jänner 2015, 14:43

Zweimal im Jahr schreibt der STANDARD Praktika in den verschiedenen Ressorts aus aber auch für berufspraktische Tage kann man sich bewerben.

Praktikum
Zweimal im Jahr schreibt der STANDARD Praktika in den verschiedenen Ressorts aus. In je zwei Monaten sollen dabei theoretisch Einblicke in das Handwerk des Print- und Online-Journalismus gegeben und praktische journalistische Erfahrung im gewählten Ressort gewonnen werden: mit Morgenkonferenz, Blattkritik, APA-Meldungen, Pressekonferenzen, Recherche etc. Der Bewerbungs- bzw. Auswahlprozess setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Lebenslauf, Motivationsschreiben, Angabe des Wunschressorts, ein Artikel bzw. Kommentar zu einem frei gewählten Thema, wenn möglich ein paar Referenztexte sollen im Bewerbungsschreiben einen Eindruck von journalistischen Interessen und Stil des Bewerbers geben. Wer es in die nächste Runde schafft, wird zum Verfassen eines Probeartikels und zum persönlichen Gespräch mit der jeweiligen Ressortleitung eingeladen. Hier gilt wie auch für die Bewerbung: Professionell, aber nicht zu brav, fundiert, aber gerne auch frech.

Danach ist die Auswahl der Praktikanten mitunter ein "Glücksspiel". Deshalb ist eine Absage auch keine Ablehnung und ein weiterer Anlauf bei der nächsten Ausschreibung von Praktika auf jeden Fall ratsam!

Das Praktikum beginnt mit einem Theorieblock zu den Grundlagen journalistischer Arbeit (Textsorten, rechtliche Bedingungen) sowie einer Einschulung in die Systeme der Print- und Onlinearbeit.

Wenn es nach den Redakteuren geht, sollte man, so wird einem geraten, zwar lieber "was G‘scheides" lernen, doch dafür ist es zwischenzeitlich schon zu spät, also: Rein in die Redaktion und den Redaktionsalltag. Morgenkonferenz, Wochenplanung im Ressort, das tägliche Layout der Ausgabe, Recherche von Geschichten und schreiben. Es gibt viel zu entdecken und zu lernen und vieles davon spielt sich im Redaktionsalltag zwischen den Schreibtischen ab. Nicht nur das Handwerk, auch der Betrieb dahinter präsentiert sich. (Michael Wurmitzer, 15.3.2015)

Bewerbung berufspraktische Tage
Anfragen sind so früh wie möglich an praktikanten@derstandard.at zu stellen, da die Plätze begrenzt sind und ein Zeitungspraktikum begehrt ist. Je mehr wir über die Bewerberin, den Bewerber erfahren, desto leichter fällt es uns, ihn oder sie dem passenden Ressort zuzuweisen und desto informativer werden die Tage für den jungen Menschen. Aber bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es zwei, drei Tage dauern kann, bis wir die Anfrage beantworten können. Wie solche Schnuppertage ablaufen, beschreibt Marcel Toifl, der eine Woche in der Chronik war.

In der Schule sagten sie mir, dass wir eine Berufspraktische Woche hätten, damit meine MitschülerInnen und ich Erfahrung in einem Betrieb sammeln können, falls jemand einen Lehrberuf ergreifen möchte. Da ich etwas in Richtung Politik oder Journalismus machen wollte, entschied ich mich für eine Bewerbung an das Parlament, an die APA und an den Standard zu schreiben. Ich war nervös, denn wenn mich niemand von ihnen wollte, hätte mich die Schule in irgendeinen Supermarkt geschickt und das wollte ich wirklich nicht.

Glücklicherweise schrieb mir die besagte Zeitung schon einen Tag darauf, dass ich meine Berufspraktischen Tage gerne in ihrer Redaktion verbringen könne. So entschied ich mich, zum Standard zu gehen. Eine spätere Meldung der Presseagentur lehnte ich ab. Das Parlament schrieb mir überhaupt nicht zurück.

Meine Arbeitszeiten waren sehr schön, denn ich musste nur von 9:30-14:30 arbeiten. Und viele neue Dinge habe ich erlebt. Zum Beispiel sah ich eine moderne, nett eingerichtete Redaktion, zudem waren alle MitarbeiterInnen sehr freundlich zu mir. Auch durfte ich an den morgentlichen Konferenzen teilnehmen, welche sehr informativ und manchmal lustig waren.

Danach wurde die Zeitung geplant, besser gesagt die Seiten der Chronik, die Abteilung in der ich saß. Nachdem das erledigt war, fingen die JournalistInnen an, ihre Berichte zu verfassen. Zugegebenerweise wurde mir in dieser Zeit etwas langweilig, da ich keine Aufgabe erhalten habe. Doch am Mittwoch den 26.11. durfte ich Kurzmeldungen bearbeiten. Alles in allem hat mir dieses Praktikum sehr gut gefallen, und ich würde mich freuen, wenn ich nach meiner Matura in dieser Redaktion anfangen dürfte, zu arbeiten.

Marcel Toifl

  • Einblicke in den Berufsalltag.

    Einblicke in den Berufsalltag.

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