Jährlich 5.000 Rodler und Bobfahrer im Spital

28. Jänner 2015, 10:11
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Kuratorium für Verkehrssicherheit: Ausrüstung und richtiges Verhalten wichtig

Wien - Jedes Jahr verunglücken in Österreich rund 5.000 Personen beim Rodeln und Bobfahren so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) riet am Mittwoch, auf gute Ausrüstung hinsichtlich Kleidung und Art der Rodel, angepasste Geschwindigkeit und sichere Rodelstrecken zu achten.

Zusammenstöße mit festen Hindernissen

Jeder zweite verunfallte Rodler erleidet Knochenbrüche (53 Prozent) und jeder fünfte Sehnen- und Muskelverletzungen (21 Prozent). Gehirnerschütterungen machen neun Prozent aller Verletzungen aus, berichtete das Kuratorium. Rund die Hälfte aller Rodelunfälle sind Stürze auf gleicher Ebene (46 Prozent), gefolgt von Stürzen aus der Höhe beim Abkommen von Strecken (27 Prozent). Oft geht ist die Unfallursache der Kontrollverlust wegen zu hoher Geschwindigkeit. 19 Prozent der Verletzungen resultieren aus Zusammenstößen mit festen Hindernissen sowie mit anderen Wintersportbegeisterten.

Richtige Bremstechnik lernen

"Besonders leichtsinnig ist es beispielsweise, liegend mit dem Kopf voran zu rodeln oder Rodeln zusammenzubinden und mit anderen in Kolonne die Piste hinunterzufahren", warnte Klaus Robatsch vom KFV. Generell sollte man nur dafür vorgesehene Strecken und Hängen benutzen. Außerdem will die richtige Bremstechnik gelernt sein. Man sollte dazu nicht nur die Fersen einsetzen, sondern die gesamte Fußsohle. "Die Füße dabei dicht an die Kufen stellen und die Rodel erforderlichenfalls vorne nach oben ziehen", erklärte Robatsch. Auch das Kurvenfahren - vor allem unter hoher Geschwindigkeit - müsse man üben. (APA, 28.1.2015)

  • Richtig Rodeln will gelernt sein.
    foto: dpa/maurizio gambarini

    Richtig Rodeln will gelernt sein.

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